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Blick zurück im Zorn:"Mein Patriotismus wurd getötet."

Donnerstag, 24. August 2006    von: Markus Geisler

Scharner exklusiv: "Mein Patriotismus wurde getötet!"

Ein Schnellschuss war es nicht. Eher ein schleichender Prozess. Schon nach dem Kanada-Spiel (0:2) im März dachte Paul Scharner darüber nach, dem Team den Rücken zu kehren.


"Wenn ich merke, dass mein Niveau darunter leidet, macht es keinen Sinn", lautete die kryptische Andeutung. Nun ist es soweit, Paul Scharner wird nie wieder für Österreich spielen. „Zumindest nicht, so lange ich Teamchef bin“, sagt Pepi Hickersberger. Im Gespräch mit sportnet.at nimmt Scharner zu seinem Rücktritt Stellung und spricht über fehlende Professionalität im ÖFB und Missverständnisse bei den Telefonaten mit Hicke.

sportnet.at: Pepi Hickersberger hat verkündet, dich nie wieder einzuberufen. Dabei wolltest du ja nur einen Rücktritt auf Zeit.

Paul Scharner: "Das stimmt absolut nicht. Ich habe Pepi Hickersberger am Montag angerufen und ihn gebeten, meinen Rücktritt aus dem Team anzunehmen. Und zwar für immer. Wer mich kennt, weiß, dass ich keine halben Sachen mache."

Hickersbergers Darstellung klang anders...

"Als ich im Videotext gelesen habe, was er gesagt hat, habe ich mich auch sehr gewundert. Da muss er wohl etwas falsch verstanden haben. Mein Rücktritt war und ist endgültig."

Du hast nie einen Zweifel gelassen, dass die Heim-EM 2008 ein großes Ziel von dir ist. Warum dieser Sinneswandel?

"Ich war immer ein riesiger Patriot, habe immer gerne für Österreich gespielt. Aber dieser Patriotismus ist in den letzten Jahren getötet worden. Nach dem Ungarn-Match habe ich mir fünf Tage Zeit genommen, darüber nachzudenken. Und ich kam zu dem Schluss: So macht es keinen Sinn mehr."


Unter Josef Hickersberger muß Österreich auf Paul Scharners Kampfkraft verzichten.

Wodurch wurde dein Patriotismus getötet?

"Durch die unprofessionellen Strukturen beim ÖFB. Ich werde jetzt keine Namen nennen und möchte auch keine schmutzige Wäsche waschen. Aber in diesem Verband geht es absolut unprofessionell zu."

Was meinst du konkret?

"Das möchte ich öffentlich nicht sagen. Nur soviel: Wenn beim ÖFB wieder Professionalität einkehrt, zum Beispiel mit der Person von Valentin Hobel (Anm.: Scharners Mental-Betreuer), dann wäre ich auch wieder bereit, für Österreich zu spielen."

Darauf wird der ÖFB wohl kaum eingehen.

"Er wäre aber jemand, der dem Verband helfen könnte. Weil er ausschließlich professionell denkt, genau wie ich. Und deswegen ist es auch besser, wenn ich nicht mehr dabei bin. Auch wenn ich dem Team für 2008 alles Gute wünsche."

Keine Angst, dass du deine Entscheidung bereust, je näher die EM rückt?

"Nein! Ich habe die Entscheidung bewusst getroffen und weiß, welche Reichweite sie hat. Wobei ich eins noch anfügen möchte: Die Annahme meines Rücktritts wurde noch nicht vom ÖFB bestätigt, sondern nur von Trainer Hickersberger. Das nur für den Fall, dass Hickersbergers Nachfolger mich eines Tages einberufen will..."

Scharner exklusiv: "Mein Patriotismus wurde getötet!"

Ein Schnellschuss war es nicht. Eher ein schleichender Prozess. Schon nach dem Kanada-Spiel (0:2) im März dachte Paul Scharner darüber nach, dem Team den Rücken zu kehren.

"Wenn ich merke, dass mein Niveau darunter leidet, macht es keinen Sinn", lautete die kryptische Andeutung. Nun ist es soweit, Paul Scharner wird nie wieder für Österreich spielen. „Zumindest nicht, so lange ich Teamchef bin“, sagt Pepi Hickersberger. Im Gespräch mit sportnet.at nimmt Scharner zu seinem Rücktritt Stellung und spricht über fehlende Professionalität im ÖFB und Missverständnisse bei den Telefonaten mit Hicke.

sportnet.at: Pepi Hickersberger hat verkündet, dich nie wieder einzuberufen. Dabei wolltest du ja nur einen Rücktritt auf Zeit.

Paul Scharner: "Das stimmt absolut nicht. Ich habe Pepi Hickersberger am Montag angerufen und ihn gebeten, meinen Rücktritt aus dem Team anzunehmen. Und zwar für immer. Wer mich kennt, weiß, dass ich keine halben Sachen mache."

Hickersbergers Darstellung klang anders...

"Als ich im Videotext gelesen habe, was er gesagt hat, habe ich mich auch sehr gewundert. Da muss er wohl etwas falsch verstanden haben. Mein Rücktritt war und ist endgültig."

Du hast nie einen Zweifel gelassen, dass die Heim-EM 2008 ein großes Ziel von dir ist. Warum dieser Sinneswandel?

"Ich war immer ein riesiger Patriot, habe immer gerne für Österreich gespielt. Aber dieser Patriotismus ist in den letzten Jahren getötet worden. Nach dem Ungarn-Match habe ich mir fünf Tage Zeit genommen, darüber nachzudenken. Und ich kam zu dem Schluss: So macht es keinen Sinn mehr."


Unter Josef Hickersberger muß Österreich auf Paul Scharners Kampfkraft verzichten.

Wodurch wurde dein Patriotismus getötet?

"Durch die unprofessionellen Strukturen beim ÖFB. Ich werde jetzt keine Namen nennen und möchte auch keine schmutzige Wäsche waschen. Aber in diesem Verband geht es absolut unprofessionell zu."

Was meinst du konkret?

"Das möchte ich öffentlich nicht sagen. Nur soviel: Wenn beim ÖFB wieder Professionalität einkehrt, zum Beispiel mit der Person von Valentin Hobel (Anm.: Scharners Mental-Betreuer), dann wäre ich auch wieder bereit, für Österreich zu spielen."

Darauf wird der ÖFB wohl kaum eingehen.

"Er wäre aber jemand, der dem Verband helfen könnte. Weil er ausschließlich professionell denkt, genau wie ich. Und deswegen ist es auch besser, wenn ich nicht mehr dabei bin. Auch wenn ich dem Team für 2008 alles Gute wünsche."

Keine Angst, dass du deine Entscheidung bereust, je näher die EM rückt?

"Nein! Ich habe die Entscheidung bewusst getroffen und weiß, welche Reichweite sie hat. Wobei ich eins noch anfügen möchte: Die Annahme meines Rücktritts wurde noch nicht vom ÖFB bestätigt, sondern nur von Trainer Hickersberger. Das nur für den Fall, dass Hickersbergers Nachfolger mich eines Tages einberufen will..."

Hat Spanien verdient gewonnen?

Ja, sie haben dominiert
Nein, Deutschland war besser
Holland wäre mir lieber gewesen
©

 

 

Kommentare zu diesem Artikel
29.08.2006 20:33   Kommentar: Safar

Wo er recht hat hat er recht

Es ist zwar ein schwerer verlust fürs team aber paul scharner hat nicht unrecht. Österreich hat noch bessere spieler als wie jetzt im kader sind nur sie werden nicht einberufen . Im tor stand bis jetzt immer payer er ist einfach ein richtiger Schwachpunkt in der mannschaft . Er nimmt die testspiele nicht ernst. Wir haben einen alexander manninger. Die Saison bei Salzburg war schlecht wobei er gezeiogt hat dass er auch ein sicherer rückhalt sein kann.Hat aber auch fehler gemacht wegen seinen schlechten abwehrleuten. Unserer leute nehmen die spiele ned ernst. Erst nachg zwei gegentoren wachen sie auf. Einen sicheren elfmeterschützen gibt es auch nicht . Wieso spielte nicht macho gegen ungarn von beginn ??????????????????????????????????

26.08.2006 14:01   Kommentar: berni4812

Mein Patriotismus wurde getötet........

Welcher Patriotismus Herr Scharner???? Einer, der offensichtlich die letzten Partien - in einer desolaten Vorstellung gegen Ungarn gipfelnd - ohnehin schon längst ausgehaucht war!!! Wenn ich mein Land vertrete - egal in welcher Sportart - dann bin ich Stolz, einer jener Personen zu sein, die den österr. Adler für ein ganzes Volk auf der Brust tragen dürfen! Diesen Stolz, diesen Patriotismus lasse ich mir doch nie und nimmer von unprofessionellen ÖFB-Strukturen nehmen!!! Welch eine billige Ausrede Herr Scharner!

25.08.2006 23:12   Kommentar: graf01

zustimmung

ich bin zwar kein fan von Scharner, aber diesesmal hat er recht. kann nur spruch von vorredner wiederholen: Fisch beginnt am kopf zu stinken....und es stinkt schon gewaltig!!

25.08.2006 20:13   Kommentar: violetter

Na sowas aber....

Herr Scharner bringt nur durchschnittliche Leistungen, deshalb hat er selbst in DIESER österreichischen Nationalmannschaft NICHTS zu suchen. Ich wünsche Herrn Scharner aber weiterhin viel Glück mit seinem Mentaltrainer. Er wird es gut gebrauchen können.

25.08.2006 19:56   Kommentar: Domii

@ homerjay007

Sorry, aber ich kann Herr Stickler und seine Art überhaupt nicht ausstehen und ich kann mir auch vorstellen, dass es geeignetere Präsidenten für den ÖFB gibt. Leider hab ich das Ungarn Match nicht gesehen, da ich zu diesem Zeitpunkt auf Urlaub war..

25.08.2006 17:01   Kommentar: homerjay007

Naja ...

... hauptsache herr Stickler bleibt :-)

25.08.2006 13:05   Kommentar: IchRoque

Überschrift

So leid es mir für den österr. Fußball tut, kann ich Scharner verstehen. Nicht einmal gegen Kanada und Ungarn daheim (!) gelang ein Punkt, das spricht schon Bände. Ich hatte lange Geduld, doch wenn sich jetzt immer noch nichts geändert hat, muss man schon die Professionalität im Verband anzweifeln. Natürlich ist der Schritt von Scharner jetzt etwas gewagt und vielleicht auch übertrieben - er wird es vermutlich auch noch einmal bereuen, dennoch kann es so einfach nicht weitergehen - es muss sich etwas ändern. Im Hinblick auf die EM in 2 Jahren wird mir schlecht.

25.08.2006 12:46   Kommentar: reinhold30

Danke Hicke !!!

Danke Hicke, dass du diesen Verrückten aus dem Team eliminiert hast - wenngleich er ein guter Fußballer sein mag, dieser Mensch ist charakterlich letztklassig und absolut teamunfähig. Am Beispiel Deutschland oder Rapid im Meisterjahr sieht man ja, was Teamgeist alles bewirken kann. Rapid (übrigens meine Religion ;-) ist überhaupt ein super Beispiel - unter Zellhofer ist das Team zerbrochen und ist maximal noch eine Gruppe mit gemeinsamen Zielen. Und das, obwohl zu einem großen Teil noch dieselben Fußballer am Werk sind !!! Zurück zu Scharner - vielleich sollte er zurück zur Austria, Frenkie liebt ja Problemkinder a la Wallner. Dann könnten sie als vierten Stürmer noch den Sammy Ipoua holen, und das Chaos wäre perfekt ;-)

25.08.2006 10:35   Kommentar: ereignis

ich kann den herrn scharner

sehr gut verstehen.

25.08.2006 08:56   Kommentar: schubu

???

Als Österreichischer Fußballfan kann man sich derzeit nur schämen!!! Die Führungsstrukur die wir haben ist eine absolute Frechheit und leider ienmalig in Europa! Wenn man schon einen mehr oder weniger erfolgreichen KLUBTRAINER aus einem Vertrag herauskaufen muss... Man sieht eh was dabei raus kommt. Scharner weiß ganz genau was er tut. Warum hat es wohl nach England geschafft? Österreichische Fußballer checken das nicht das der skandinavische Markt ein Hauptmark der Engländer ist!! Paul hat das gewusst und ist seinen Weg gegangen. Das soll mal ein Anderer nachmachen. Ein Ivanschitz mit viel mehr Talent ausgestattet wird das nie und nimmer schaffen! Weiter so Paul und tschüß ÖFB!!

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