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Freitag, 29. Jänner 2010    von: Daniel Gavan

To be continued...

Hallo liebe sportnet.at-User! Genau das, was ich in der letzten Kolumne angesprochen habe, ist eingetreten. Wir haben Geschichte geschrieben. Ein unglaubliches Gefühl, unter den zwölf besten Mannschaften Europas zu sein.



Daniel Gavan

Der Verein ist einer der jüngsten in Europa, wurde erst vor elf Jahren gegründet. In elf Jahren den Sprung in das Achtelfinale der Champions League zu schaffen – das ist eine tolle Leistung und für Hypo Tirol natürlich etwas ganz Besonderes. Von Hannes Kronthaler über die Spieler bis zum letzten Mitarbeiter sind alle sehr glücklich über das Erreichte.

Friedrichshafen ein Hammer-Los

Mit der Auslosung sind wir sehr zufrieden. Friedrichshafen ist eine der besten Mannschaften in Europa, so gut wie jedes Jahr unter den besten Zwölf, Champions League-Sieger 2007. Vom wirtschaftlichen Standpunkt her freuen wir uns natürlich ebenfalls über das Los, außerdem kämpft Österreich gegen Deutschland – ein Hammer.

Sie könnten uns unterschätzen

Wir spielen jedes Jahr ein bis zwei Testspiele gegen sie. Auswärts gewinnen immer sie, daheim wir. Dennoch glaube ich, dass sie uns unterschätzen könnten. Wir sind neben Sofia der von der Papierform her leichteste Achtelfinal-Gegner. Aber ich bin optimistisch, dass wir vielleicht sogar die große Sensation schaffen können. Es wird allerdings sehr schwer. Die Deutschen befinden sich in einer tollen Form, standen in der Gruppe schon nach vier Siegen in vier Runden als Aufsteiger fest. Die Chancen stehen meiner Meinung nach 40:60.

Vor allem daheim sind sie so gut wie ungeschlagen. Wir werden natürlich schon auswärts alles versuchen, aber ein 2:3 ist fast schon das Optimum, das man in Friedrichshafen erreichen kann. Ein 1:3 oder 2:3 wäre meiner Meinung nach aber möglich, im Heimspiel noch aufzuholen. Bei einem 0:3 wird es hingegen ganz schwierig.

"Golden Set" wäre daheim

Ein zweiter Vorteil neben der Außenseiter-Rolle könnte der sein, dass wir einen eventuellen „Golden Set“ (Entscheidunssatz bis 15 bei Match- und Satzgleichstand nach Hin- und Rückspiel, Anm.) zuhause bestreiten würden. Außerdem liegt der Druck ganz klar bei den Deutschen, wir sind deutlicher Außenseiter. Es gilt, vor allem Georg Grozer, einen der besten Diagonalspieler, in den Griff zu bekommen. Wenn wir ihn einigermaßen halten können, schaut es gut für uns aus.

Im Verein steht derzeit natürlich die Champions League mit Abstand an erster Stelle. Die Konzentration liegt voll auf dem Achtelfinale. In der MEVZA läuft alles nach Plan, die Meisterschaft entscheidet sich erst im April und in den Setzungs-Spielen sind wir auch die Nummer eins. Das heißt, dass im Halbfinale die hotVolleys gegen Aich/Dob kämpfen müssen.

Stimmung wie noch nie

Unsere Erfolge sind natürlich nicht unbemerkt geblieben. Ich bin seit elf Jahren im Verein und die Halle war schön öfter ausverkauft, aber ich habe noch nie so eine tolle Stimmung wie in den letzten beiden Heimspielen erlebt. Etliche Leute sind vom Handball direkt in die USI-Halle gekommen und haben uns unterstützt. Leider sind auch einige Hundert nicht mehr hineingekommen, weil einfach nur Platz für 2.000 Zuschauer ist.

Ich denke, mit dieser Unterstützung ist noch einiges möglich. Das Geschichte-Schreiben muss noch nicht vorbei sein. Oder wie man im Englischen sagt: To be continued…


Liebe Grüße

Euer Daniel Gavan

To be continued...

Hallo liebe sportnet.at-User! Genau das, was ich in der letzten Kolumne angesprochen habe, ist eingetreten. Wir haben Geschichte geschrieben. Ein unglaubliches Gefühl, unter den zwölf besten Mannschaften Europas zu sein.

Der Verein ist einer der jüngsten in Europa, wurde erst vor elf Jahren gegründet. In elf Jahren den Sprung in das Achtelfinale der Champions League zu schaffen – das ist eine tolle Leistung und für Hypo Tirol natürlich etwas ganz Besonderes. Von Hannes Kronthaler über die Spieler bis zum letzten Mitarbeiter sind alle sehr glücklich über das Erreichte.

Friedrichshafen ein Hammer-Los

Mit der Auslosung sind wir sehr zufrieden. Friedrichshafen ist eine der besten Mannschaften in Europa, so gut wie jedes Jahr unter den besten Zwölf, Champions League-Sieger 2007. Vom wirtschaftlichen Standpunkt her freuen wir uns natürlich ebenfalls über das Los, außerdem kämpft Österreich gegen Deutschland – ein Hammer.

Sie könnten uns unterschätzen

Wir spielen jedes Jahr ein bis zwei Testspiele gegen sie. Auswärts gewinnen immer sie, daheim wir. Dennoch glaube ich, dass sie uns unterschätzen könnten. Wir sind neben Sofia der von der Papierform her leichteste Achtelfinal-Gegner. Aber ich bin optimistisch, dass wir vielleicht sogar die große Sensation schaffen können. Es wird allerdings sehr schwer. Die Deutschen befinden sich in einer tollen Form, standen in der Gruppe schon nach vier Siegen in vier Runden als Aufsteiger fest. Die Chancen stehen meiner Meinung nach 40:60.

Vor allem daheim sind sie so gut wie ungeschlagen. Wir werden natürlich schon auswärts alles versuchen, aber ein 2:3 ist fast schon das Optimum, das man in Friedrichshafen erreichen kann. Ein 1:3 oder 2:3 wäre meiner Meinung nach aber möglich, im Heimspiel noch aufzuholen. Bei einem 0:3 wird es hingegen ganz schwierig.

"Golden Set" wäre daheim

Ein zweiter Vorteil neben der Außenseiter-Rolle könnte der sein, dass wir einen eventuellen „Golden Set“ (Entscheidunssatz bis 15 bei Match- und Satzgleichstand nach Hin- und Rückspiel, Anm.) zuhause bestreiten würden. Außerdem liegt der Druck ganz klar bei den Deutschen, wir sind deutlicher Außenseiter. Es gilt, vor allem Georg Grozer, einen der besten Diagonalspieler, in den Griff zu bekommen. Wenn wir ihn einigermaßen halten können, schaut es gut für uns aus.

Im Verein steht derzeit natürlich die Champions League mit Abstand an erster Stelle. Die Konzentration liegt voll auf dem Achtelfinale. In der MEVZA läuft alles nach Plan, die Meisterschaft entscheidet sich erst im April und in den Setzungs-Spielen sind wir auch die Nummer eins. Das heißt, dass im Halbfinale die hotVolleys gegen Aich/Dob kämpfen müssen.

Stimmung wie noch nie

Unsere Erfolge sind natürlich nicht unbemerkt geblieben. Ich bin seit elf Jahren im Verein und die Halle war schön öfter ausverkauft, aber ich habe noch nie so eine tolle Stimmung wie in den letzten beiden Heimspielen erlebt. Etliche Leute sind vom Handball direkt in die USI-Halle gekommen und haben uns unterstützt. Leider sind auch einige Hundert nicht mehr hineingekommen, weil einfach nur Platz für 2.000 Zuschauer ist.

Ich denke, mit dieser Unterstützung ist noch einiges möglich. Das Geschichte-Schreiben muss noch nicht vorbei sein. Oder wie man im Englischen sagt: To be continued…


Liebe Grüße

Euer Daniel Gavan


 

 

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