Red Bull Salzburg vertritt Österreich auch im Frühjahr in der Europa League. Zu wenig aus Sicht von Alfred Tatar.
Dienstag, 05. Jänner 2010 von: Michael Lechner
Die Europa League ist nicht genug!
"Unser Anspruch muss höher sein. Wir haben nichts zu feiern!" Fußball-Experte Alfred Tatar über den Underdog Österreich, das Duell Pacult vs. Constantini, den unwichtigen Wettskandal und hochgejubelte Jungstars. Das sportnet.at-Interview!
sportnet.at: In letzter Zeit hat man Sie nach ihrer Zeit in Russland außer als TV-Analytiker nicht mehr oft gesehen. Was bringt die Zukunft für den Fußball-Professor Alfred Tatar?
Alfred Tatar: "Zum ersten bin ich kein Fußballprofessor, sondern ein Trainer. Zweitens beschränke ich mich auf die Tätigkeit bei Sky, weil ich nach drei Jahren in Russland etwas Zeit brauchte, um mich zu Hause im Privatleben wieder einzufinden."
Sie streben also in nächster Zeit kein Trainerengagement an?
"2010 möchte ich wieder als Trainer arbeiten. Ich habe etwas in Aussicht. Noch ist aber nichts konkret genug, um darüber sprechen zu können."

"In Österreich ist seit 2006 viel weiter gegangen. Junge Österreicher sind bei ihren Klubs Leistungsträger."
Zum Fußballjahr 2009. Wo steht die tipp3-Bundesliga und wie beurteilen Sie die Leistungen in diesem Jahr?
"Wenn man das Niveau und die Leistungen betrachtet hat sich im Vergleich zu 2006, als ich das letzte Mal in Österreich Trainer war einiges getan. Vieles wurde besser. Junge, österreichische Spieler geben in den Teams den Ton an, sind Leistungsträger. Das war in der Vergangenheit nicht so. Vor allem bei Rapid, Sturm und der Austria ist einiges weiter gegangen. Bei Salzburg ist der eine oder andere auch dabei. Sieht man sich allerdings die erreichten Leistungen an, hat nur Salzburg international mithalten können. Das kommt überraschend, weil sie aus meiner Sicht die schwierigste Gruppe hatten."
Muss man es nicht als positiv ansehen, dass immerhin alle vier österreichischen Europacup-Starter den Sprung in die Gruppenphase der Europa League geschafft haben?
"Da geben wir uns wie so oft viel zu schnell mit einer Underdog-Rolle zufrieden. Der Anspruch muss weiterhin das Erreichen der Champions League sein. Sowohl aus sportlicher, wie aus finanzieller Sicht. Die Europa League wurde von der UEFA zwar aufgewertet. Trotzdem spielt weiter in der Champions League die Musik, die Europa League ist da die zweite Geige. Deshalb haben wir vier Klub nur in die zweite europäische Liga gebracht. Unser Anspruch muss höher sein. Wir brauchen wieder einen Champions League-Teilnehmer."
Salzburgs Champions League-Quali-Gegner Haifa ist in der Champions League-Gruppenphase nur Vierter und Letzter geworden. Muss man sagen, diese Hürde hätte für Salzburg möglich sein müssen?
"Natürlich. Und das sollte auch der Anspruch des österreichischen Meisters sein. Da dürfen wir uns nicht zurücklehnen und sagen: 'Hurra wir haben vier Teams in der Europa League.' Dazu hat sich ja von den vier Teams nur eines für die nächste Runde im Frühjahr qualifiziert. Es ist nicht alles Gold was glänzt."

Muss die Bundesliga dann nicht über die Umstellung auf Ganzjahresmeisterschaft nachdenken? Immerhin war das Salzburger Team im Juli unter Neo-Coach Huub Stevens noch nicht so eingespielt, wie bei den Euro-League-Erfolgen im Herbst…
"Diese Problematik kann aus meiner Sicht nur die UEFA lösen. In Russland oder den nordischen Ländern wird ja schon Ganzjahresmeisterschaft gespielt. Man wird alle Länder aber nicht unter einen Hut bekommen, weil aufgrund der Witterung einfach unterschiedliche Rhythmen nötig sind. Für Österreich gilt: Die Frage ist berechtigt, weil gerade im Frühsommer, wo die schönste Zeit zum Spielen ist, bei uns Pause ist. Deshalb haben Sie Recht, dass Salzburg für die Hürde Haifa wegen der knappen Vorbereitung noch nicht bereit war."
Kann dieses Thema nicht auch die österreichische Liga alleine voran treiben?
"Ich glaube, dass wir diese gesamteuropäische Strategie brauchen. Die UEFA kocht aber natürlich auch ihr eigenes Süppchen. Denn ein Champions-League-Finale im Mai ist attraktiver als eines im November. Wer geht schon im Winter nach Moskau feiern? Die Problematik ist also nicht lösbar. Ob die tipp3-Bundesliga für eine Ganzjahresmeisterschaft bereit ist, wird man sehen. Denn es gibt natürlich Risiken. Es ist ja nicht gesagt, dass du dich bei Ganzjahresrhythmus mit Sicherheit qualifizierst."
Auf Seite 2 spricht Alfred Tatar über den Verbalfight Pacult vs. Constantini und zu früh hochgejubelte Jungstars, die sich erst einmal drei Jahre beweisen sollten! Jetzt umblättern!
Die Europa League ist nicht genug!
"Unser Anspruch muss höher sein. Wir haben nichts zu feiern!" Fußball-Experte Alfred Tatar über den Underdog Österreich, das Duell Pacult vs. Constantini, den unwichtigen Wettskandal und hochgejubelte Jungstars. Das sportnet.at-Interview!
sportnet.at: In letzter Zeit hat man Sie nach ihrer Zeit in Russland außer als TV-Analytiker nicht mehr oft gesehen. Was bringt die Zukunft für den Fußball-Professor Alfred Tatar?
Alfred Tatar: "Zum ersten bin ich kein Fußballprofessor, sondern ein Trainer. Zweitens beschränke ich mich auf die Tätigkeit bei Sky, weil ich nach drei Jahren in Russland etwas Zeit brauchte, um mich zu Hause im Privatleben wieder einzufinden."
Sie streben also in nächster Zeit kein Trainerengagement an?
"2010 möchte ich wieder als Trainer arbeiten. Ich habe etwas in Aussicht. Noch ist aber nichts konkret genug, um darüber sprechen zu können."

"In Österreich ist seit 2006 viel weiter gegangen. Junge Österreicher sind bei ihren Klubs Leistungsträger."
Zum Fußballjahr 2009. Wo steht die tipp3-Bundesliga und wie beurteilen Sie die Leistungen in diesem Jahr?
"Wenn man das Niveau und die Leistungen betrachtet hat sich im Vergleich zu 2006, als ich das letzte Mal in Österreich Trainer war einiges getan. Vieles wurde besser. Junge, österreichische Spieler geben in den Teams den Ton an, sind Leistungsträger. Das war in der Vergangenheit nicht so. Vor allem bei Rapid, Sturm und der Austria ist einiges weiter gegangen. Bei Salzburg ist der eine oder andere auch dabei. Sieht man sich allerdings die erreichten Leistungen an, hat nur Salzburg international mithalten können. Das kommt überraschend, weil sie aus meiner Sicht die schwierigste Gruppe hatten."
Muss man es nicht als positiv ansehen, dass immerhin alle vier österreichischen Europacup-Starter den Sprung in die Gruppenphase der Europa League geschafft haben?
"Da geben wir uns wie so oft viel zu schnell mit einer Underdog-Rolle zufrieden. Der Anspruch muss weiterhin das Erreichen der Champions League sein. Sowohl aus sportlicher, wie aus finanzieller Sicht. Die Europa League wurde von der UEFA zwar aufgewertet. Trotzdem spielt weiter in der Champions League die Musik, die Europa League ist da die zweite Geige. Deshalb haben wir vier Klub nur in die zweite europäische Liga gebracht. Unser Anspruch muss höher sein. Wir brauchen wieder einen Champions League-Teilnehmer."
Salzburgs Champions League-Quali-Gegner Haifa ist in der Champions League-Gruppenphase nur Vierter und Letzter geworden. Muss man sagen, diese Hürde hätte für Salzburg möglich sein müssen?
"Natürlich. Und das sollte auch der Anspruch des österreichischen Meisters sein. Da dürfen wir uns nicht zurücklehnen und sagen: 'Hurra wir haben vier Teams in der Europa League.' Dazu hat sich ja von den vier Teams nur eines für die nächste Runde im Frühjahr qualifiziert. Es ist nicht alles Gold was glänzt."

Muss die Bundesliga dann nicht über die Umstellung auf Ganzjahresmeisterschaft nachdenken? Immerhin war das Salzburger Team im Juli unter Neo-Coach Huub Stevens noch nicht so eingespielt, wie bei den Euro-League-Erfolgen im Herbst…
"Diese Problematik kann aus meiner Sicht nur die UEFA lösen. In Russland oder den nordischen Ländern wird ja schon Ganzjahresmeisterschaft gespielt. Man wird alle Länder aber nicht unter einen Hut bekommen, weil aufgrund der Witterung einfach unterschiedliche Rhythmen nötig sind. Für Österreich gilt: Die Frage ist berechtigt, weil gerade im Frühsommer, wo die schönste Zeit zum Spielen ist, bei uns Pause ist. Deshalb haben Sie Recht, dass Salzburg für die Hürde Haifa wegen der knappen Vorbereitung noch nicht bereit war."
Kann dieses Thema nicht auch die österreichische Liga alleine voran treiben?
"Ich glaube, dass wir diese gesamteuropäische Strategie brauchen. Die UEFA kocht aber natürlich auch ihr eigenes Süppchen. Denn ein Champions-League-Finale im Mai ist attraktiver als eines im November. Wer geht schon im Winter nach Moskau feiern? Die Problematik ist also nicht lösbar. Ob die tipp3-Bundesliga für eine Ganzjahresmeisterschaft bereit ist, wird man sehen. Denn es gibt natürlich Risiken. Es ist ja nicht gesagt, dass du dich bei Ganzjahresrhythmus mit Sicherheit qualifizierst."
Auf Seite 2 spricht Alfred Tatar über den Verbalfight Pacult vs. Constantini und zu früh hochgejubelte Jungstars, die sich erst einmal drei Jahre beweisen sollten! Jetzt umblättern!
Sie haben die jungen Spieler angesprochen. Wer war der Aufsteiger 2009?
"Ich hüte mich davor, irgendwelche Spieler hervorzuheben. Denn jubelt man Spieler zu hoch, vergessen sie, dass eine neue Saison kommt, in der man sich wieder neu beweisen muss. Es sollte ein Beobachtungszeitraum von zwei bis drei Jahren gelten. Dann kann man sagen, ob es einer geschafft hat oder nicht. Sternschnuppen verglühen sehr rasch. Es gibt aber derzeit fünf bis zehn übliche Verdächtige, die aber ohnehin immer in den Medien sind."

Peter Pacult meinte im Herbst, dass jeder junge Spieler, der einmal mit dem Hintern wackelt, sofort ins Nationalteam einberufen wird. Werden junge Spieler zu früh hochgejubelt oder müssen sie auch schon etwa mit 18 Leistung bringen?
"Peter Pacult hat das sicher sehr zugespitzt formuliert. Es hat solche Fälle gegeben. Doch das ist Sache des Teamchefs. Er muss den Kopf hinhalten, wenn es nicht funktioniert. Ich denke nicht, dass ein Vereinstrainer so argumentieren soll. Denn die Zuständigkeiten sind klar. Größere Probleme sehe ich in der Thematik der Abstellungen an sich. Die Spieler sind Angestellte der Klubs und werden vom ÖFB mit einer relativ geringen Entschädigung ‚ausgeliehen’. Das Risiko trägt weiter der Klub. Etwa im Fall von Verletzungen. Arbeitgeber dürfen nicht benachteiligt sein, wenn sie für höher geordnete Verbände Spieler abstellen. Die Lastenverteilung muss ausgewogener sein."
Ab welchem Alter ist ein Spieler "belastbar"? Mit 16, 18 oder doch erst mit 20?
"Was ist jung? Ist 21 noch jung? Ab wann ist ein Spieler ein ewiges Talent? Meiner Meinung nach hängt diese Frage nicht mit dem Taufschein zusammen. Man sollte die Etikettierung eher auf erfolgreiche oder nicht erfolgreiche Spieler umändern. Wenn ein Spieler von 36 Spielen im Jahr 20 macht, ist er erfolgreich und wichtig. Wie alt er ist, ist da nicht entscheidend."
Kann man einem 18- bis 20-Jährigen zutrauen, dass er in einem Herbst wie diesem mit Europacup, Meisterschaft und Nationalteam 30 Spiele macht?
"Das sehe ich so."
Wie sehen Sie die Leistungen der Nationalmannschaft? Didi Constantini geht einen gänzlich anderen Weg als Karel Brückner…
"Was ist der richtige Weg? Solange ein Teamchef erfolgreich ist, ist es auch der richtige Weg. Hier geht es immer um die Rückschau und die Bilanz. Im Vorhinein zu schauen und Prognosen und Analysen abzugeben, ist der falsche Weg."
Man weiß also erst, ob Constantini erfolgreich war, wenn er die Quali zur EURO 2012 geschafft hat?
"So ist es. Wenn der letzte Quali-Pfiff des Schiedsrichters ertönt und Österreich dabei ist, werden wir Constantini Lorbeeren umhängen. Wenn nicht, war der Weg nicht richtig. Brückner hat man es nicht gegönnt, den ganzen Weg zu gehen."
Frank Stronach meinte 2002, Österreich wird 2010 Weltmeister. Ist Herr Stronach ein leichtgläubiger Visionär?
"Herr Stronach hat das behauptet? Hat er auch gesagt im Fußball? Gut, jeder Mensch kann sich irren."
Auf Seite 3 spricht Alfred Tatar über das populistische Journalisten-Lieblingsthema Andi Ivanschitz, das Constantini nicht zum Verhängnis werden wird. Plus: Warum Rapid heißer brennt als Salzburg! Jetzt umblättern!
Zwangsläufig muss man beim Thema Nationalteam auch das Thema Andi Ivanschitz ansprechen. Ist es populistisch, ihn ins Team zu fordern?
"Warum soll bei einem Interview über den österreichischen Fußball zwangsläufig nur der Name Ivanschitz fallen. Warum fällt nicht der Name Stranzl, Arnautovic oder Trübstrüll. Das ist eine Sache, die die Journalisten, also auch Sie, künstlich am Kochen halten."
Ich frage anders. Müssen Legionäre die jungen Österreicher im Nationalteam führen? Ist die gute Mischung entscheidend?
"Wir haben ja einige Legionäre in der Mannschaft. Ich stelle die Gegenfrage: Hat Paul Scharner die jungen Spieler geführt? Ist es nicht Aufgabe des Teamchefs, eine Mannschaft so aufzustellen, dass sie nicht von einzelnen Spielern abhängig ist? Ist es nicht Aufgabe, ein Kollektiv zu kreieren, wo sich nicht einer auf den anderen verlässt und sagt: ‚Der andere wird’s schon richten’? Der Teamchef muss die Verantwortung auf 18 Spieler seines Vertrauens übertragen. Natürlich kann man erfahrenen Spielern mehr aufbürden. Trotz allem sollten alle belastbar sein, die vom auserkoren wurden. Jeder Spieler, der den ÖFB-Dress trägt, muss für das Ergebnis zu hundert Prozent gerade stehen."
Das Thema Ivanschitz wird in den Medien aber mit Sicherheit weiter kochen. Ist das eine Sache, über die der Teamchef stolpern kann?
"Der Teamchef kann nur über eine Sache stolpern und die ist, wenn er zu Hause vergisst, die Patschen aus dem Weg zu räumen."

Definiert sich die Stärke einer Fußballnation aus der Anzahl seiner Legionäre im Ausland?
"Schottland ist da ein gutes Beispiel. Dort spielen viele Legionäre bei den Topklubs, die Nationalmannschaft ist aber weitgehend unbedeutend geworden. Im Fall des Klubfußballs hat Schottland von Legionären profitiert. In keinem Land geht es ohne Legionäre. Man muss aber darauf achten, dass die emotionale Bindung zum Klub gewahrt bleibt. Beide Modelle sind berechtigt, wenn sie zum Erfolg führen. Es nützt nichts, wenn ich nur auf Österreicher setze, in der Meisterschaft und im Europacup aber nichts gewinne. Außer ich sage wie Ried, dass es nur darum geht, mit dem vorhandenen Budget die Klasse zu halten. Der Anspruch von Rapid, Salzburg oder der Austria ist ein anderer. Gleiches gilt für die Nationalmannschaft. Es ist nicht gesagt, dass das ÖFB-Team erfolgreicher ist, wenn wir mehr österreichische Legionäre einsetzen."
Themenwechsel: Im Herbst ist ein neuerlicher Wettskandal im europäischen Fußball bekannt geworden. Sind Sie darüber schockiert?
"Ganz ehrlich bin ich viel mehr darüber schockiert, was in Kärnten mit der Hypo Alpe Adria-Bank passiert. Das sind die wahren Probleme. Im Wettskandal geht es doch im Vergleich nur um Peanuts. Solange es Wettanbieter gibt, wird es auch Menschen geben, die dies illegal für sich nützen."

Tatar über den Wettskandal: "Das sind nicht die wahren Probleme."
Kann man anhand eines Spielverlaufs erkennen, ob Spiele manipuliert sind oder nicht?
"In dem Bereich, wo ich bis jetzt tätig war, kann man nicht erkennen, ob betrogen wird oder nicht. Wenn es jemand macht, wird man als verantwortlicher Trainer nichts davon mitbekommen. Denn wenn man auch nur in die Nähe des Betrugsverdachts kommt, ist man sehr schnell weg vom Fenster. Wenn es nicht um enorme Summen geht, halte ich Beteiligungen von aktiven Spielern nicht für sehr wahrscheinlich."
Nun gab es aber vor drei Wochen in der Tageszeitung Österreich einen Artikel, in dem Rapid-Verteidiger Jürgen Patocka mit Betrugsvorwürfen konfrontiert wird. Es soll bei ihm sogar eine Hausdurchsuchung stattgefunden haben.
"Diese Unterstellung ist grob fahrlässig. Ich bin aber erfahren genug, um zu wissen, dass man in keinen Menschen hinein schauen kann. Das gilt aber jetzt nicht für den Jürgen Patocka, sondern für den Menschen an sich. Menschen tun oft Dinge, die man nicht von ihnen erwartet."

Noch einmal zurück zur Bundesliga. Ist es normal und fair, dass ein Klub wie Red Bull Salzburg der Konkurrenz die guten Spieler abwirbt und sie so schwächt? Ist so das Fußballgeschäft?
"Auch wenn der Vergleich unzulässig ist, sollten wir uns die Privatwirtschaft ansehen. Wenn jemand hervorragende Arbeit leistet, wird die Konkurrenz auf ihn aufmerksam. Es gibt aber bei Abwerbung so etwas wie eine Konkurrenzklausel. Oft darf man eine gewisse Zeit nicht arbeiten. Im Fußball ist das problematisch, einem Spieler einen Wechsel zu verbieten. Ich bin dagegen, dass man das, was Salzburg macht, verteufelt. So etwas nennt man Wettbewerb."
Wird Salzburg seinen Meistertitel 2010 verteidigen?
"Wenn ich das wüsste, würde ich reich werden. Rapid wird der einzige Gegner sein. Die Austria ist zu instabil in den Leistungen. Rapid hat den Vorteil, emotional auf einem so hohen Level brennen zu können, dass mangelnde Schwächen kaschiert werden können. Die emotionale Hitze fehlt Salzburg. Das ist der große Trumpf von Rapid."