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Austria Wien
 
M. Lechner, M. Schlagenhaufen, 08.02.2012

Linz: So meinte ich den Stephansdom-Sager!

Der Austria-Stürmer diktiert sportnet.at die Erklärung zu seinen zuletzt getätigten Aussagen. Plus: Bei Ortlechner bahnt sich eine Vertragsverlängerung an.

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Roland Linz will nach den letzten Wochen wieder sportlich Schlagzeilen schreiben.

Spricht man über die Austria, kommt man zurzeit nur schwer am Thema Roland Linz vorbei.

Sei es in Zeitungen, Internet-Foren oder etwa beim Fan-Talk am Dienstagabend im Get-Violett-Fanshop, wo die Causa von Seiten der rund 130 Besucher mehr als nur einmal thematisiert wird.

Bei der dortigen Podiums-Diskussion relativiert Trainer Ivicia Vastic zwar die Bedeutung der von Linz in einem Interview getätigten Aussagen, wonach der Stürmer eiskalt abserviert worden sei.

Allerdings lässt Vastic auch mit dem Satz aufhorchen: „Bei mir haben alle Spieler bei Null gestartet. Manche haben das Ernst genommen, manche nicht.“

Linz’ Austria-Engagement seit seiner Rückkehr im Januar 2010 gleicht einer Berg- und Talfahrt.

Unter Ex-Coach Karl Daxbacher erhält Linz die Kapitänsschleife und schafft nach zweijähriger Abstinenz den Sprung zurück ins Nationalteam, ehe er im Herbst 2011 seinen Stammplatz verliert und dies sogar in Handgreiflichkeiten zwischen Daxbacher und Linz gemündet haben soll.

Seit Januar ist Linz die Kapitänsbinde los, nachdem er selbst um eine Neuwahl gebeten und sich dabei auch wieder aufgestellt hat.

Nun dürfte auch unter Vastic ein Stammplatz in weite Ferne gerückt sein, nachdem ihm dieser vor Saisonbeginn öffentlich noch einen kleinen Bonus versichert.

sportnet.at erreicht Linz wenige Stunden nach dem Fan-Talk via Telefon.

Und dabei ist dieser hörbar um Entspannung der Situation bemüht.

„Einige meiner im Interview mit der Österreich getätigten Aussagen wurden vielleicht nicht ganz richtig verstanden“, sagt er.

Konkret handle es sich um den Sager: „Ich gehe zwar gerne am Abend gut Essen. Das lasse ich mir auch von niemandem verbieten. Bei uns gibt es aber Spieler, die nicht einmal wissen, wo der Stephansdom steht.“

Linz erklärt: „Damit habe ich eigentlich gemeint, dass meine Kollegen wirklich zu 100 Prozent Profis sind, nicht wirklich viel fortgehen und für den Sport leben.“

Das habe er auch gegenüber seinen Kameraden so erläutert, „und es hat jeder verstanden.“

„Ich habe eigentlich gemeint, dass meine Kollegen zu 100 Prozent Profis sind, nicht viel fortgehen.“

Roland Linz über seinen Stephansdom-Sager.

 

„Ich muss die Situation, wie sie jetzt ist, akzeptieren. Ich fühle mich gut, genauso wie meine Kollegen, die sich auch voll reinhauen. Wir wollen schließlich Meister werden und im Cup so weit wie möglich kommen.“

Dass er nicht mehr Kapitän ist, störe Linz nicht. "Mir die Schleife zu geben, war die Entscheidung von Daxbacher. Jetzt ist ein neuer Trainer gekommen, daher bin ich zu ihm gegangen und habe gemeint, 'es ist an der Zeit, dass man die Mannschaft einen Kapitän wählen lässt.'“

Bei der Briefwahl wurde Manuel Ortlechner zum neuen Kapitän bestimmt, Linz fungiert künftig vor Georg Margreitter als Stellvertreter.

„Damit habe ich aber überhaupt kein Problem. Es ist im Endeffekt auch nicht so entscheidend, wer die Schleife hat, sondern dass wir als Mannschaft auftreten.“

Vertragsverlängerung mit Ortlechner steht bevor

Roman Kienast präsentiert sein neues Trikot.

Zuletzt mehrten sich Gerüchte, wonach Roman Kienast vielleicht sogar als Nachfolger von Linz’ anstelle des abgewanderten Nacer Barazite geholt worden sei.

Der Neuzugang von Sturm Graz, dessen Trikot mit der Nummer 42 schon jetzt Frühjahrs-Topseller im Austria-Ranking ist, wird übrigens im Rahmen des Fan-Talks den Besuchern vorgestellt. Pfiffe bleiben dabei gänzlich aus.

Im Gegenteil: Die Präsentation des Ex-Rapidlers wird mit Applaus quittiert. 

Linz: „Roman zählt zu den besten Stürmern in der Bundesliga und die Austria hat hohe Ansprüche. Dass er geholt wurde, ist also nichts allzu Abwegiges. Auf persönlicher Ebene haben wir nie ein Problem miteinander gehabt.“

Am Dienstag wird auch verlautbart, dass Neo-Kapitän Ortlechner demnächst einen neuen Vertrag unterschreiben soll.

Thomas Parits, sportlicher Leiter der Veilchen: „Wir wollen mit ‚Orti’ verlängern. Das werden sicher keine leichten Verhandlungen, aber wir sind bereit und wollen, dass er bleibt.“



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