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Beachvolleyball
 
Philipp Schneider, Klagenfurt, 29.07.2010

Mellitzer: Ein Kompliment

Clemens Doppler und Matthias Mellitzer stehen in der K.o.-Runde des Grand Slams in Klagenfurt. Mit dem – im schlechtesten Fall – 17. Rang stellen sie ihr bestes gemeinsames Ergebnis ein. Vor allem Mellitzer findet Schritt für Schritt Anschluss an das Weltklasse-Niveau.

"Alles wird flüssiger, auch die Abstimmung aufeinander verbessert sich ständig", freut sich Matthias Mellitzer über stete Fortschritte.

Ein Beachvolleyball-Team sucht sich stets den vermeintlich schwächeren Spieler des Gegners aus (oder denjenigen, der dem Team besser liegt) und dieser wird im Normalfall permanent anserviert. Im Team Doppler/Mellitzer war es bislang immer der Beach-unerfahrenere Matthias Mellitzer, der von den Kontrahenten zum Schwachpunkt auserkoren wurde und der sich über etliche Ballkontakte mehr als sein Partner „freuen“ durfte.

Doch Mellitzers Fortschritte im Sand sind offensichtlich. Am Donnerstag wechseln die Portugiesen Maia/Rosas bzw. die Olympiasieger Dalhausser/Rogers nach starken Vorstellungen des Tirolers von Zeit zu Zeit die Taktik und platzieren ihr Service immer öfter auf die Court-Seite, die von Doppler abgedeckt wird.

„Nimmt viel Druck weg“

„Das ist das größte Kompliment, das man als Beachvolleyballer bekommen kann“, streut Doppler seinem Partner Blumen. „Da wollten wir hin, das nimmt viel Druck von ‚Melli’ weg. Gegen die Portugiesen hat er außerdem beim Satzball einen Blockpunkt gemacht – das gibt viel Selbstvertrauen.“

Nach dem 2:0-Erfolg gegen Portugal hatte das Duo gegen die Olympiasieger und Weltmeister trotz guter Vorstellung nichts zu bestellen. „Gegen die kann man verlieren“, meint Doppler nicht zu Unrecht. Im ersten Durchgang sah Mellitzer sogar Chancen. „Wir haben uns ganz gut verkauft. Schade, dass wir im ersten Satz ein paar Möglichkeiten ausgelassen haben.“

Aufgrund der Gruppen-Konstellation stehen Doppler/Mellitzer bereits als einer der drei Aufsteiger fest. Zumindest Platz 17 ist fix. „Vor dem ersten Spiel war der Druck enorm, weil wir gewusst haben, dass wir gewinnen müssen. Auch die Vorbereitung auf Klagenfurt war nicht die beste. Umso glücklicher sind wir jetzt, dass es geklappt hat“, freut sich Mellitzer über das Erreichen des Mindest-Ziels.

Gosch/Horst auf Aufstiegskurs

Ebenfalls auf Aufstiegs-Kurs liegt Österreichs Nummer-1-Duo, Florian Gosch und Alexander Horst. Dem 2:0-Sieg über die Neuseeländer Lochhead/Pitman folgt ein 0:2 gegen die Schweizer Trainingspartner Bellaguarda/Laciga. Am Freitag geht es mit den Deutschen Klemperer/Koreng erneut gegen häufige Trainingspartner der Österreicher. Die dritte Austro-Paarung, Daniel Hupfer und Paul Schroffenegger, kassieren zwei 0:2-Niederlagen.

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