Die Akte Deni Alar wird immer dicker. Nur: Wer macht das Rennen um Kapfenbergs Stürmer-Youngster?
Franz Masser ist ein vielbeschäftigter Mann.
Täglich ranken sich neue Gerüchte um seinen Klienten
Deni Alar. Das jüngste: Der
1. FC Köln (sportnet.at berichtete) soll am hochbegabten Stürmer interessiert sein.
"Ich habe es auch erst Montag Abend im deutschen Teletext gelesen", schmunzelt Masser, der sich vor Anfragen kaum erwehren kann.
Dass die Wiener Großklubs Rapid und Austria ("beides ist sehr konkret") heftig um die Dienste Alars werben, ist längst kein Geheimnis mehr. "Bei Salzburg weiß man nicht, was sie vorhaben", gesteht Masser, der sich in den letzten Wochen aber ohnehin vermehrt mit ausländischen Klubs austauschte.
"Erst am Sonntag war jemand vom
FC Brügge beim Spiel gegen die Austria im Stadion. Wir hatten ein konkretes Angebot vorliegen, haben es aber abgelehnt." Masser erklärt
sportnet.at den Hintergrund: Die belgische Liga ist in etwa gleich stark wie die heimische. Deshalb blitzte auch
Zulte Waregem ab.
Wahrscheinlicher scheint da schon ein Engagement in Deutschland, wenngleich Masser festhält:
"Man muss abwägen, wohin man mit 20, 21 Jahren wechselt. Dani muss die konkrete Chance haben, Spielpraxis zu sammeln, sonst macht ein Wechsel keinen Sinn."
Eben diese könnte er in Freiburg und Mönchengladbach bekommen. Von beiden Klubs gibt es Anfragen, aber noch keine konkreten Offerte.
In regelmäßigen Abständen von zwei Wochen tauschen sich Masser und Alar aus. "Ich informiere Deni über Anfragen und Angebote. Da sind ja auch schwachsinnige Angebote aus der Türkei oder der Ukraine dabei", lächelt Masser, der es in den letzten 30 Jahren "schon mit vielen dubiosen Gestalten" zu tun bekommen hat.
Die Entscheidung, wohin die Reise geht, trifft letztlich einzig und alleine Alar. Eines möchte Masser bei der Findung eines neuen Klubs aber sicherstellen. "Ich lasse ihn nicht ein Schicksal wie Hoffer oder Säumel erleiden."