Leichtathletik
APA, 17.04.2011
Wien-Marathon: Kiprotich läuft allen davon
Der erst 22-jährige Kenianer John Kiprotich hat die 28. Auflage des Vienna City Marathon gewonnen und ist damit jüngster Sieger in der Geschichte.
Der Kenianer verpasste jedoch in 2:08:29 Stunden den Streckenrekord (2:07:38) seines Landsmanns Abel Kirui aus dem Jahr 2008 um 51 Sekunden. Kiprotich erzielte immerhin die viertbeste je in Wien gelaufene Marathonzeit.
"Mir ist es sehr gut gegangen, ich habe auch das Wetter genossen. Ich wusste schon während des Rennens, dass ich schnell unterwegs bin", sagte der Sieger, der eine Halbmarathon-Bestleistung von 59:23 aus dem Jahr 2009 stehen hat und sich in seiner Vergangenheit als Spezialist über die 21,1 km gesehen hatte.
Kiprotich hatte vor Wien erst einen Marathon absolviert und eine Zeit von 2:15 stehen. Er sei sich sicher gewesen, erklärte er, dies unterbieten zu können.
Zwölf Sekunden hinter dem Sieger wurde Patrick Ivuti Zweiter. Evans Kiplagat komplettierte in einer Zeit von 2:09:22 den kenianischen Dreifach-Sieg. Der 36-jährige Stefan Weger erreichte das Ziel als bester Österreicher nach 2:18:24 Stunden auf dem 21. Platz.
Der Kärntner war von seiner Zeit überrascht. Er hatte vor drei Wochen noch eine fiebrige Bronchitis gehabt und nicht mehr als 2:20 für möglich gehalten.
"Ich bin ein gleichmäßiges Tempo gelaufen. Ich war sehr beeindruckt von Haile, er hat mich bei vier Kilometern überholt", erzählte Weger, der bereits 2006 als 10. und 2007 als 14. bester Österreicher beim VCM gewesen war. Der Tempomacher hatte ihn bis Kilometer 26 begleitet, dann lief Weger alleine weiter, gegen Wadenkrämpfe bei Kilometer 35 kämpfte er erfolgreich an.
Im Damen-Bewerb setzte sich erstmals eine Äthiopierin durch. Die 23-jährige Fate Tola gewann in 2:26:21 Stunden vor der Portugiesin Ana-Dulce Felix. Dritte wurde die Kenianerin Peninah Arusei in 2:27:17.
Als beste Österreicherin belegte die 21-jährige Tanja Eberhart gleich bei ihrem Marathondebüt in 2:44:17 Stunden den 14. Platz.