Geldgierig? Landis reicht Klage ein
Der US-Amerikaner Floyd Landis, früherer Teamgefährte des siebenfachen Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong, hat laut "Wall Street Journal" eine sogenannte Informanten-Klage eingereicht. Dabei können Personen im Namen der US-Regierung klagen, wenn die Regierung ihrer Meinung nach geschädigt wurde. Bei solchen Klagen geht es zumeist um Betrug im Zusammenhang mit staatlichen Aufträgen.
Als Informant könnte Landis 30 Prozent des Geldes erhalten, dass die Regierung durch seine Klage zurückerhält. Was Gegenstand der Klage von Landis nach dem False Claims Act ist, war zunächst nicht klar. Es wurde aber vermutet, dass es dabei um die mehr als 30 Millionen Dollar (23,4 Mio. Euro) geht, die die US-Post als Sponsor an das Radteam um Armstrong von 2001 bis 2004 gezahlt hat.
Landis selbst hatte 2006 die Tour de France gewonnen, der Titel war ihm aber nach einem positiven Dopingtest aberkannt worden. Im Frühjahr dieses Jahres schließlich gestand er das Doping ein. Zugleich warf er Armstrong und anderen vor, ebenfalls gedopt zu haben. Armstrong hat diesen Vorwurf zurückgewiesen.
Ein Sprecher von Armstrong erklärte, die Nachrichten von der Klage von Landis zeigten, dass es ihm ums Geld gehe, und damit bestätige sich alles, was man über ihn gedacht habe. Landis sei nach eigenem Eingeständnis ein notorischer Lügner, sagte Armstrong-Sprecher Mark Fabiani. Alles richte sich nur gegen Lance Armstrong, einen Mann, der sich jeden Sieg verdient und der jeden Test bestanden habe.