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Rapid Wien
 

Wann reagiert Rapid endlich?

Nach Rapids neuerlicher Pleite werden die Rufe nach Verstärkungen lauter. Doch trotz Transfer- und Europa-League-Erlösen aus der vorigen Saison will man am bestehenden Kader festhalten.

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Sportdirektor Hörtnagl, Kapitän Hofmann und Trainer Pacult ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Einem 0:4-Debakel in Innsbruck folgt eine 1:2-Heimschlappe gegen Wiener Neustadt. Dazwischen liegt ein 85 Minuten langes Europa-League-Malheur gegen Suduva, mit glimpflichem Ende.

Die schmerzvolle Wahrheit: Dass jetzt - eineinhalb Monate nach dem Trainingsbeginn - die erste Schicksalswoche (Donnerstag Zagora, Sonntag Salzburg, Dienstag Zagora) vor der Tür steht, muss sich Rapid selbst ankreiden.
„Qualitativ stärker sind wir nicht geworden“, bekrittelt Trainer Peter Pacult die Nicht-Verlängerung mit Branko Boskovic. Im Gegenteil. „Wir haben jetzt das dritte Jahr hintereinander wichtige Spieler abgegeben.“

Nachgebessert wurde lediglich mit so genannten „Zukunftsspielern“. Wie mit Christoph Saurer, der als zentrale Kreativ-Figur endlich das Loch zwischen defensivem Mittelfeld und Angriff stopfen könnte. Laut Pacult fehle es dem 24-Jährigen aber noch an Robustheit.

Oder mit Atdhe Nuhiu, dessen fehlende Ausbildung solch starke Defizite im motorischen und kopfballtechnischen Bereich nach sich zieht, dass sich seine Profi-Einsätze in der heurigen Saison wohl an einer Hand abzählen lassen werden.

„Das Team steht, Änderungen sind bislang nicht geplant.“

Sportdirektor Alfred Hörtnagl

 

Abwehr bleibt die größe Baustelle

Die größte Kritik muss sich Sportdirektor Alfred Hörtnagl allerdings gefallen lassen, wenn es um die Abwehr geht.

Anstelle der von vielen geforderten Vollrenovierung gab es mit dem ablösefreien Mario Sonnleitner lediglich einen echten Neuzugang.

Lieber stattete man den am Freitag 33-jährigen Jürgen Patocka mit einem Zweijahres-, den 30-jährigen Markus Katzer mit einem Dreijahresvertrag aus.
Und obwohl Pacult mit seinen Außenverteidigern offensichtlich unzufrieden ist – in den ersten beiden Runden mussten sowohl Andreas Dober als auch Katzer jeweils einmal für Tanju Kayhan Platz machen – setzt man auch hier auf die billigere Variante.

Kayhan hat Potenzial. Mehr Schnelligkeit geschweige denn Durchschlagskraft in der Offensive bringt aber auch er bislang nicht mit.

Nachjustieren scheint in Hütteldorf aber kein Thema zu sein. Hörtnagl am Sonntagabend gegenüber sportnet.at: „Das Team steht und bis dato ist nichts geplant.“

Personalie Jelavic gibt weiter Rätsel auf

Die Spitze des Eisbergs wäre wohl, würde man nun auch Nikica Jelavic abgeben. Die Krone will von einem Angebot der Glasgow Rangers wissen. Hörtnagl von nichts konkretem.

Die hausgemachten Probleme wären aber auch ohne einen Abgang vom vielleicht komplettesten Stürmer der Bundesliga groß genug.

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