FIS-Kasper träumt: Kirgistan statt Kitzbühel!
FIS-Präsident Gian Franco Kasper will in Zukunft mehr Rennen im Osten sehen. Dort droht aber der Fan-Kollaps.
Gian Franco Kasper brütet auf seinem gemütlichen Sessel an der Ski-Revolution.
"Es wird Verschiebungen geben, die den traditionellen Ski-Ländern wehtun", sagt Gian Franco Kasper in einem Interview mit der APA. Kasper nennt u.a. Südkorea, China, Rumänien, Kirgistan oder Kasachstan als zukünftige Weltcup-Stationen.
Der mächtige FIS-Herr riecht natürlich Geld...
"In diesen Ländern werden Unsummen in den Skisport investiert und dort wird es in Zukunft auch starke Mannschaften sowie den Wunsch nach Weltcup-Rennen geben", so Kasper.
Angesichts der begrenzten Anzahl an Winter-Wochenenden müsse die FIS reagieren. Traditionelle Wintersport-Länder wie Österreich oder die Schweiz würden durch die Finger schauen.
Kirgistan statt Kitzbühel - geht's noch, Herr Kasper?!
Dass in China und Kirgistan kein Hahn nach Ski-Rennen kräht, erwähnt Kasper natürlich nicht.
Setzt die FIS diese Visionen um, drohen zahlreiche "Geister-Rennen" auf Hängen ohne Fans. Für den ohnehin kriselnden alpinen Ski-Weltcup wäre das auf lange Sicht der Todesstoß.
Vielleicht sollte sich Kasper aber ohnehin dringenderen Problemen widmen. Seit Wochen steigen Fahrer und Fahrerinnen auf die Barrikaden, weil die FIS in Sachen Sicherheit nicht so entschlossen ist wie beim Geld-Kassieren...