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Spanien
 
David Mayr, 25.02.2012

20 Millionen! Inter will Guardiola

Inter Mailand möchte dem FC Barcelona seinen zögerlichen Startrainer abspenstig machen.

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 © Reuters

Barcelona, Mailand oder eine Auszeit? Pep Guardiola ist noch am Überlegen.

Barcelona-Präsident Sandro Rosell kommtvöllig außer Atem angerannt und hält Josep Guardiola einen neuen Einjahresvertrag unter die Nase, da dessen aktueller in einer Minute ausläuft. Guardiola liest diesen durch, sagt er müsse eine Kleinigkeit abändern und unterschreibt.

Rosell ist erleichtert, bis er merkt, dass der Vertrag nun nur bis zum nächsten Tag gilt.

Die stets abwartende Haltung von Josep Guardiola, was Vertragsverlängerungen betrifft, war schon Gegenstand humoristischer Sketches.

Bereits im vergangenen Jahr ließ der Coach Barça lange zappeln, ehe er schließlich doch einen neuen Kontrakt unterschrieb. Dieser läuft im Sommer aus.

Unmoralisches Angebot

Das will nun Inter Mailand ausnutzen. Und Präsident Massimo Moratti scheint dafür zu allem bereit.

Wie die spanische Marca heute auf ihrer Website berichtet, soll Inter Guardiola 20 Millionen Euro pro Jahr bieten und ihm die Möglichkeit geben, seinen gesamten Betreuerstab in die italiensiche Modemetropole mitzunehmen.

Die "Nerazzurri" liegen derzeit nur auf Platz sieben der Serie A und sind seit sechs Spielen sieglos. In den letzten vier - allesamt Niederlagen - gelang zudem kein einziger Treffer. Naheliegend, dass Claudio Ranieri angezählt ist. Der Italiener ist seit 2010 schon der vierte Coach, der sich auf der Inter-Bank versucht.

Guardiola solle nun einen erfolgreichen Neuaufbau anführen und könnte mit dem uneingeschränkten Vertrauen der Klubführung rechnen.

Unwahrscheinlich

Der Spanier wolle davon aber nichts hören.

Primär ist noch die Entscheidung, ob er bei Barcelona bleibt oder nicht, ausständig. Und sollte er Barça nach Saisonende tatsächlich "Adiós" sagen, plane er, sich eine einjährige Auszeit zu genehmigen.

Einen gewissen Reiz hätte ein Inter-Engagement des 41-Jährigen allemal. José Mourinho, mittlerweile ja bekanntermaßen bei Real Madrid, gewann mit den Italienern 2010 das Triple und führte den Traditionsverein wieder in die Elite des europäischen Klubfußballs.

Mourinho und Guardiola gelten neben Manchester-United-Coach Sir Alex Ferguson als die besten Trainer der Welt und sind spätestens seit den Clásicos der letzten Jahre erbitterte Rivalen.

Druck hätte Guardiola bei Inter also genug. Mourinho hat sich dort bereits ein Denkmal gesetzt.


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