Säumel: "Kienasts Wechsel ist uns nahe gegangen"
Jürgen Säumel im sportnet.at-Talk: Über den Verlust von Top-Stürmer Roman Kienast und Sturms Titel-Chancen.
Jürgen Säumel ist sich sicher, in einer Mannschaft mit Meisterpotenzial zu kicken.
Das Kribbeln ist zurück.
"Ich freue mich irrsinnig auf den Bundesliga-Start", diktiert Jürgen Säumel.
Das Verletzungspech blieb dem Mittelfeldkurbler in der Hinrunde treu.
Oberschenkelprobleme, Muskelfaserriss, Rückenprobleme, Muskelfaserriss. Mehr als acht Bundesliga-Partien waren nicht drin.
"Ich habe letztes Jahr wenig gespielt", blickt Säumel auf ein verkorkstes Jahr 2011 zurück. Nachsatz: "Aber wenn ich gespielt habe, habe ich gut gespielt."
2012 soll alles besser werden.
"Sturm hat Meisterpotenzial"
Nach guter Vorbereitung will Säumel seinen Teil zur erfolgreichen Rückrunde beitragen - und am liebsten gleich am Samstag gegen Mattersburg damit beginnen.
In die Startaufstellungs-Karten hat sich Trainer Franco Foda noch nicht blicken lassen. Noch gibt es verletzungs- und krankheitsbedingt zu viele Unsicherheitsfaktoren (Okotie, Bodul, Bukva) innerhalb der Mannschaft.
Säumel schätzt die Blackies stärker als in der Hinrunde ein. "Im Herbst und Winter hatten wir viele Verletzte, das hat uns richtig geschwächt." Dennoch positiv: "Wir sind im Titelrennen dabei!"
Ob es sogar mit dem erneuten Gewinn des Meistertitels klappen könnte? Säumel macht Mut: "Unser Kader lässt eine Platzierung in den Top 3 zu, das ist auch das Ziel des Vereins."
Entscheidend: "Wer einen Lauf hat, der wird Meister!"
"Kienast nicht ersetzbar"
Im Kampf um den Meistertitel hätten die Grazer weitere Tore von Roman Kienast gut gebrauchen können.
Der Angreifer wechselte kurz vor Ende der Transferzeit allerdings die Fronten, stürmt nun für Liga-Konkurrenten Austria. "Sein Abgang schmerzt sehr", weiß Säumel.
Nicht nur die Tore des gebürtigen Salzburgers werden seine nunmehrigen Ex-Kollegen vermissen. "Er war für das gesamte Team als Führungsspieler unheimlich wichtig. Sein Abschied ist uns und ihm sehr nahe gegangen."
Rubin Okotie und Srdjan Pavlov sollen als Kienast-Ersatz herhalten.
Säumels Erst-Analyse: "Okotie ist technisch gut, kann seinen Körper gut einsetzen. Pavlov ist ein anderer Spielertyp. Er kann die Bälle im Angriff gut halten. Vielleicht hat uns so einer gefehlt."