Wiener-Neustadt-Trainer Peter Stöger hadert wie im Herbst mit Verletzungssorgen und schickt eine Botschaft an Peter Schöttel nach Portugal.
Mit Ausnahme eines viertägigen Kurztrips nach Loipersdorf absolviert Wiener Neustadt die gesamte Frühjahrs-Vorbereitung im Trainingszentrum in Steinbrunn.
Mit Tomas Simkovic, der zur Austria wechselte, verliert Peter Stöger nicht nur seinen effektivsten Offensivspieler, sondern auch den von der Mannschaft gewählten Kapitän.
Mit Michael Madl, Christian Ramsebner und Thomas Kral muss der Wiener-Neustadt-Coach sämtliche Innenverteidiger vorgeben, Fernando Troyansky, Mario Reiter, Michael Stanislaw und Günter Friesenbichler fehlen ebenfalls.
Doch jammern oder aufgrund der eisigen Temperaturen auf eine Spielabsage zu pochen, käme dem 45-Jährigen nicht in den Sinn.
Im Gegenteil: Stöger schickt eine Botschaft an Freund und Rapid-Trainer Peter Schöttel, der in Bezug auf die eisigen Temperaturen zum Rückrunden-Auftakt am kommenden Sonntag meint: „Ich kenne den Platz in Wiener Neustadt. Wenn es so kalt bleibt, glaube ich nicht, dass wir spielen können.“
Stöger kontert im Gespräch mit sportnet.at: „Das ist seine Meinung. Wenn Peter seine Mannschaft darauf einstellt, dass wir nicht spielen, kann er das gerne tun. Ich stelle meine Spieler darauf ein, dass wir spielen.“
Für die Verletzungsmisere im Abwehrzentrum hat Stöger schon eine Antwort in der parat. „Wir haben einiges ausprobiert. Ich kann beispielsweise Maak nach hinten ziehen oder Klapf in die Mitte rücken. Das ist zwar beides nicht ideal, sollte aber kein großes Problem darstellen.“
Der Ersatzmann für den abgewanderten Simkovic heißt Christoph Saurer und wurde bis Sommer von Rapid ausgeliehen.
Stöger kennt den technisch versierten Mittelfeldspieler noch von der Zeit bei den Austria Amateuren. „Christoph bringt viel Qualität mit, aber er ist neu zur Mannschaft gestoßen und hat lange nicht gespielt.“
Stöger könne daher nicht verlangen, dass der 26-Jährige, der im Herbst nur ein Bundesliga-Spiel macht, sofort die Simkovic-Rolle einnimmt. „Simko wird uns auch als Mensch fehlen. Er war ein Leader-Typ. Christoph braucht sicher noch etwas Zeit.“
In der NÖN sagt der Mann für Kreativ-Abteilung: „Ich will endlich wieder spielen.“ Am Sonntag wird er in der Startelf stehen – sofern bis dahin nicht auch bei dieser Personalie der Verletzungsteufel zuschlägt.