Kommentar: Verlegt die WM 2022 in den Winter!
Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer macht mit einem außergewöhnlichen Vorschlag auf sich aufmerksam.
So wie es hier Mario Haas und Sturm-Co-Trainer Dietmar Pegam vormachen, könnte es auch 2022 gehen: WM mit Punsch.
Ein Kommentar von Christoph Luke
Die Vergabe der WM 2022 nach Katar erhitzt noch immer die Gemüter. Weniger aufgrund möglicher Probleme mit der Infrastruktur, wie sie für Russland 2018 befürchtet werden. In Katar wird alles perfekt sein. Topmoderne Stadien, die nach dem Turnier größtenteils abgebaut und deren Materialen verschiedenen Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt werden.
Es geht schlichtweg um die zu dieser Jahreszeit herrschende Hitze im Wüstenstaat. Zwischen 40 und 50 Grad können es schon sein, wenn die Sonne im Juni erbarmungslos herunterbrennt. Deshalb werden Stadien und Trainingsplätze klimatisiert, bei sommerlichen 27 Grad soll dann gespielt werden.
Franz Beckenbauer macht mit einem interessanten Vorschlag auf sich aufmerksam: Der "Kaiser" schlägt vor, das WM-Turnier in den europäischen Winter zu verlegen. "Im Jänner oder Februar hat es in Katar angenehme 25 Grad", sagt Beckenbauer.
Eine WM mitten im Winter? Mitfiebern bei Minusgraden? Das mutet seltsam an. Seit jeher sind wir es gewohnt, WM-Spiele im Biergarten, bei Public Viewings oder beim Grillen mit Freunden zu verfolgen.
Doch es geht letzten Endes um die Gesundheit der Spieler, Betreuer und Fans, die im Juni 2022 nach Katar reisen.
Und gerade wir Christkindlmarkt-abgehärteten Österreicher könnten es mit einer "Winter-WM" wohl aushalten. Am Wiener Rathausplatz könnten die Punschstandln gleich stehenbleiben. Die große Tanne wird durch eine Leinwand ersetzt.
Einziges Problem: Die Spielpläne der nationalen Ligen sowie der internationalen Bewerbe müssten umgestellt werden. Aber in zwölf Jahren wird die ohnehin als äußerst kreativ bekannte FIFA schon eine Lösung finden...