Xamax-Besitzer Ruslan Tschagajew reagiert auf die heftige Kritik gegen seine Person und erklärt die frühen Entlassungen.
Angriff ist die beste Verteidigung. Ruslan Tschagajew, Besitzer von Xamax Neuchatel, wehrt sich gegen die heftige Kritik in der Schweiz, nachdem er bereits nach zwei Runden den kompletten Trainerstab seines Klubs hinausgeworfen hat.
"Die Entlassungen von Anderson und Co. haben nichts mit den Resultaten zu tun, sondern sind eine Folge der Machenschaften neben dem Feld."
Sportchef Sonny Anderson ("Er rauchte jede halbe Stunde eine Zigarette") hätte nicht im Sinne des Klubs gehandelt, sondern wäre in erste Linie darauf aus gewesen, an Transfers zu verdienen. Deshalb sollten auch die vom Brasilianer geholten Akteure unbedingt spielen.
"Ich wollte Galatto nicht, aber Anderson hat insistiert, damit ich ihn verpflichte", erzählt Tschagajew. Die verrückte Version des Tschetschenen: Kondi-Trainer Patrick Legain hätte Torhüter-Kontrahent Logan Bailly sogar mit Absicht verletzt, indem er ihm einen 15-Kilometer-Lauf aufzwang, damit der Weg für Galatto frei war.
Zudem soll Mittelfeldspieler Gilles Binya den Auftrag bekommen haben, den Georgier Schirikaschwili zu verletzen. "Damit hätte Anderson weiterhin die Spieler einsetzen können, die ihm wichtig waren."
Der ebenfalls entlassene Trainer Francois Ciccolini kommt ebenfalls nicht gut weg. "Er hat nicht das Niveau für die höchste Liga. Ich habe ihn nur verpflichtet, weil kein guter Trainer verfügbar war. Aber ein guter Spieler wird nicht immer ein guter Trainer.“ Bei den beiden Auftakt-Niederlagen sei er jeweils reglos dagestanden wie Napoleon.
Tschagajew wehrt sich ebenfalls gegen den Vorwurf, der sportlichen Führung keine Entscheidungs-Freiheit zugestanden zu haben. "Ich habe erst in der Halbzeit der Partie gegen Basel erstmals interveniert und die Auswechslungen von Binya und Carlao gefordert."