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Dienstag, 04. November 2008    von: Michael Vielhaber

Guter Cop, Böser Cop

Die Medien nehmen in der Gesellschaft die Funktion eines „public watchdog“ ein. Im Fall der Baseball-Community funktioniert das. Allerdings so gut, dass sich so mancher Funktionär vor den Folgen journalistischer Sorgfalt fürchtet.



Michael Vielhaber

Das muss nicht sein. Wer annimmt, dass Medien immer nur nach dem Motto „only bad news are good news“ vorgehen, rattert auf dem Holzweg dahin. In Österreichs Baseball-Szene gilt (noch) der landläufige Glaube, dass Veränderungen stets mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht werden. Schwachsinn. Wird bei den Klubs professioneller gearbeitet, ändert sich auch das Umfeld – und: es wird darüber geredet. Ergo landen die Klubs auch irgendwann in den Medien.

Es gibt inzwischen zahlreiche Vereine der ersten und zweiten Liga, die aus der regionalen Berichterstattung nicht mehr wegzudenken sind. Vorreiter sind hier die Klubs aus dem Westen - Kufstein etwa ist zu Playoffzeiten selbst aus dem Kleinformat nicht mehr wegzudenken. So gut es dort funktioniert, so fahrlässig verspielen die Kollegen im Osten ihre Chancen leichtfertig. Aber: So mancher Funktionär ist bereit aus seinen Fehlern zu lernen. Reden bringt die Leute zusammen.

Weichen stellen
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Am kommenden Samstag treffen sich die Lenker und Denker der heimischen Klubs im oberösterreichischen Attnang-Puchheim zum alljährlichen Sportausschuss. Am Plan steht die Analyse der Saison 2008. Was zwickt die Vereine, wo muss der Verband ansetzen? Ein schmaler Grad, auf dem sich alle Beteiligten bewegen. Bleibt zu hoffen, dass heuer etwaige Missverständisse ausbleiben und alle Anliegen artikuliert werden. Denn der Verband überzeugte in diesem Jahr meist mit konsequenten Lösungen.

Was jedenfalls in Frage zu stellen ist, sind die Nationalteam-Programme. Im Nachwuchsbereich wurde heuer mit Lutz Rauch erstmals ein junger Österreicher als Trainer verpflichtet. Er hat das Zeug dazu, die heimischen Talente weiter an die europäische Spitze heranzuführen. Dazu braucht er allerdings den bislang glücklosen Team Manager der Österreichischen Nationalmannschaft Martin Langlois. Der Kanadier Langlois arbeitet als Bundestrainer hart, um die Programme auf ordentliche Beine zu stellen. Zu Wenige würdigen sein Engagement.

Durchwachsene Bilanz
Ein Rückblick auf 2008 darf den ambitionierten Verband nicht zufrieden stellen. Im 25. Jahr seines Bestehens (auch das wird in Attnang-Puchheim gefeiert) verpasste das A-Team - wenn auch nur Haaresbreite - wiederum die EM-Qualifikation. Bis 2011 gibt es nun kein offizielles Turnier für die Rot-weiß-roten. Folgt der Neuaufbau mit den jungen Wilden? Der Zeitpunkt würde passen. Der ABF-Nachwuchs verspekulierte sich heuer bei den Europameisterschaften zwar ebenfalls, dort darf die Ausrede „mangelnde Erfahrung“ allerdings Ernst genommen werden. sportnet.at wird das Geschehen auch 2009 ganz genau beobachten.

Michael Vielhaber ist Baseball-Experte bei sportnet.at

Guter Cop, Böser Cop

Die Medien nehmen in der Gesellschaft die Funktion eines „public watchdog“ ein. Im Fall der Baseball-Community funktioniert das. Allerdings so gut, dass sich so mancher Funktionär vor den Folgen journalistischer Sorgfalt fürchtet.

Das muss nicht sein. Wer annimmt, dass Medien immer nur nach dem Motto „only bad news are good news“ vorgehen, rattert auf dem Holzweg dahin. In Österreichs Baseball-Szene gilt (noch) der landläufige Glaube, dass Veränderungen stets mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht werden. Schwachsinn. Wird bei den Klubs professioneller gearbeitet, ändert sich auch das Umfeld – und: es wird darüber geredet. Ergo landen die Klubs auch irgendwann in den Medien.

Es gibt inzwischen zahlreiche Vereine der ersten und zweiten Liga, die aus der regionalen Berichterstattung nicht mehr wegzudenken sind. Vorreiter sind hier die Klubs aus dem Westen - Kufstein etwa ist zu Playoffzeiten selbst aus dem Kleinformat nicht mehr wegzudenken. So gut es dort funktioniert, so fahrlässig verspielen die Kollegen im Osten ihre Chancen leichtfertig. Aber: So mancher Funktionär ist bereit aus seinen Fehlern zu lernen. Reden bringt die Leute zusammen.

Weichen stellen
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Am kommenden Samstag treffen sich die Lenker und Denker der heimischen Klubs im oberösterreichischen Attnang-Puchheim zum alljährlichen Sportausschuss. Am Plan steht die Analyse der Saison 2008. Was zwickt die Vereine, wo muss der Verband ansetzen? Ein schmaler Grad, auf dem sich alle Beteiligten bewegen. Bleibt zu hoffen, dass heuer etwaige Missverständisse ausbleiben und alle Anliegen artikuliert werden. Denn der Verband überzeugte in diesem Jahr meist mit konsequenten Lösungen.

Was jedenfalls in Frage zu stellen ist, sind die Nationalteam-Programme. Im Nachwuchsbereich wurde heuer mit Lutz Rauch erstmals ein junger Österreicher als Trainer verpflichtet. Er hat das Zeug dazu, die heimischen Talente weiter an die europäische Spitze heranzuführen. Dazu braucht er allerdings den bislang glücklosen Team Manager der Österreichischen Nationalmannschaft Martin Langlois. Der Kanadier Langlois arbeitet als Bundestrainer hart, um die Programme auf ordentliche Beine zu stellen. Zu Wenige würdigen sein Engagement.

Durchwachsene Bilanz
Ein Rückblick auf 2008 darf den ambitionierten Verband nicht zufrieden stellen. Im 25. Jahr seines Bestehens (auch das wird in Attnang-Puchheim gefeiert) verpasste das A-Team - wenn auch nur Haaresbreite - wiederum die EM-Qualifikation. Bis 2011 gibt es nun kein offizielles Turnier für die Rot-weiß-roten. Folgt der Neuaufbau mit den jungen Wilden? Der Zeitpunkt würde passen. Der ABF-Nachwuchs verspekulierte sich heuer bei den Europameisterschaften zwar ebenfalls, dort darf die Ausrede „mangelnde Erfahrung“ allerdings Ernst genommen werden. sportnet.at wird das Geschehen auch 2009 ganz genau beobachten.

Michael Vielhaber ist Baseball-Experte bei sportnet.at

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