,

 

  Kolumnen Newsletter Community Forum Game-Zone

Samstag, 08. August 2009    von: Gilbert Schaller

Köllerer ist nicht reif für den Daviscup

Nun ist es fix: Daniel Köllerer wird im Daviscup-Weltgruppen-Playoff gegen Chile nicht spielen. Disziplinlosigkeiten beim Turnier in Umag im Doppel gegen Melzer/Knowle haben ihm sein Ticket gekostet.



Gilbert Schaller.

Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht, habe lange Zeit überlegt. Es gab Gespräche mit allen Beteiligten, ich bin letztlich aber bei meiner ersten Emotion geblieben. Ich verstehe nicht, warum Daniel sich nicht an eine klare Abmachung halten kann. Ich will die Vorfälle vom Doppel-Spiel in Umag zwischen Köllerer und Melzer/Knowle nicht konkret kommentieren, nur so viel: Es ist persönlich geworden.

Daniel ist nicht verlässlich
Daniels Trainer- und Mentalbetreuer sowie Doppelpartner Christophe Rochus haben sich nach dem Match bei Jürgen und Julian sogar für Daniels Verhalten entschuldigt. Vor Umag schien alles gut zu laufen, Jürgen hat mit Daniel sogar trainiert und ihm Karten für seinen Anhang besorgt. Der Vorfall zeigt mir aber, dass Daniel noch kein verlässlicher Partner und nicht reif für den Daviscup ist.

Für mich ist Daniels neuerlicher Fehltritt einfach sehr ärgerlich. Er ist mir als Typ nicht unsympathisch und ich verstehe auch seine Enttäuschung. Daniels Aussage, er werde über seine Österreich-Zukunft nachdenken, ist vorsichtig zu genießen. Wenn er sich nicht an Abmachungen hält, wird er es in jedem Land schwer haben.

Ja zu Koubek, Nein zu Marach
Im Doppel haben Knowle und Alex Peya den Vorzug erhalten, Oliver Marach habe ich nicht nominiert. Der Hauptgrund ist Marachs Problem mit dem Licht zu späten Beginnzeiten und unter Flutlicht. Das Doppel wird in Chile erst um 19 Uhr Ortszeit begonnen. Oli hat Verständnis für diese Entscheidung, er fühlt sich unter diesen Gegebenheiten einfach nicht sonderlich wohl. Das Risiko des Doppels Marach/Melzer wäre ich vielleicht sogar eingegangen.

Stefan Koubek ist als zweiter Einzelspieler gesetzt. Ich habe vor einigen Wochen mit ihm telefoniert, er ist wahnsinnig motiviert für dieses Duell. Stefan wäre auch mitgeflogen, wenn ich Köllerer nominiert hätte. Auch wenn er sich auf Sand heuer sehr schwer getan hat, bin ich überzeugt, dass er seine Leistung bringen wird. Er kann auf jedem Belag gut Tennis spielen.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Gilbert

Gilbert Schaller ist Kapitän des ÖTV-Daviscup-Teams.

Köllerer ist nicht reif für den Daviscup

Nun ist es fix: Daniel Köllerer wird im Daviscup-Weltgruppen-Playoff gegen Chile nicht spielen. Disziplinlosigkeiten beim Turnier in Umag im Doppel gegen Melzer/Knowle haben ihm sein Ticket gekostet.

Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht, habe lange Zeit überlegt. Es gab Gespräche mit allen Beteiligten, ich bin letztlich aber bei meiner ersten Emotion geblieben. Ich verstehe nicht, warum Daniel sich nicht an eine klare Abmachung halten kann. Ich will die Vorfälle vom Doppel-Spiel in Umag zwischen Köllerer und Melzer/Knowle nicht konkret kommentieren, nur so viel: Es ist persönlich geworden.

Daniel ist nicht verlässlich
Daniels Trainer- und Mentalbetreuer sowie Doppelpartner Christophe Rochus haben sich nach dem Match bei Jürgen und Julian sogar für Daniels Verhalten entschuldigt. Vor Umag schien alles gut zu laufen, Jürgen hat mit Daniel sogar trainiert und ihm Karten für seinen Anhang besorgt. Der Vorfall zeigt mir aber, dass Daniel noch kein verlässlicher Partner und nicht reif für den Daviscup ist.

Für mich ist Daniels neuerlicher Fehltritt einfach sehr ärgerlich. Er ist mir als Typ nicht unsympathisch und ich verstehe auch seine Enttäuschung. Daniels Aussage, er werde über seine Österreich-Zukunft nachdenken, ist vorsichtig zu genießen. Wenn er sich nicht an Abmachungen hält, wird er es in jedem Land schwer haben.

Ja zu Koubek, Nein zu Marach
Im Doppel haben Knowle und Alex Peya den Vorzug erhalten, Oliver Marach habe ich nicht nominiert. Der Hauptgrund ist Marachs Problem mit dem Licht zu späten Beginnzeiten und unter Flutlicht. Das Doppel wird in Chile erst um 19 Uhr Ortszeit begonnen. Oli hat Verständnis für diese Entscheidung, er fühlt sich unter diesen Gegebenheiten einfach nicht sonderlich wohl. Das Risiko des Doppels Marach/Melzer wäre ich vielleicht sogar eingegangen.

Stefan Koubek ist als zweiter Einzelspieler gesetzt. Ich habe vor einigen Wochen mit ihm telefoniert, er ist wahnsinnig motiviert für dieses Duell. Stefan wäre auch mitgeflogen, wenn ich Köllerer nominiert hätte. Auch wenn er sich auf Sand heuer sehr schwer getan hat, bin ich überzeugt, dass er seine Leistung bringen wird. Er kann auf jedem Belag gut Tennis spielen.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Gilbert

Gilbert Schaller ist Kapitän des ÖTV-Daviscup-Teams.

©