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Mittwoch, 12. August 2009    von: Christoph Luke

ÖFB-Elf immer einen Schritt hinten nach

„Auf geht’s Österreich, kämpfen und siegen“ sangen die rot-weiß-roten Fans. Zu einem Zeitpunkt, als gegen Kamerun noch knapp 20 Minuten zu spielen waren und die Gäste bereits 2:0 in Front lagen. Es kann sich nur um Zweckoptimismus oder Galgenhumor gehandelt haben. Denn Österreich zeigte am Mittwochabend in Klagenfurt nichts von dem, was der Mannschaft vor wenigen Wochen zu einem Sieg gegen Rumänien und einer achtbaren Leistung in Serbien verhalf.


Christoph Luke
Christoph Luke

Okay, es war nur ein Testspiel. Und in diesem kann man natürlich so einiges ausprobieren, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Teamchef Dietmar Constantini überraschte dennoch mit so mancher Entscheidung, stellte den vereinslosen Jürgen Macho 45 Minuten ins Tor sowie Manuel Ortlechner auf die linke Abwehrseite.

Zur Pause stand es 0:2. Weil Ortlechner den Ball (unglücklich, zugegeben) zum ersten Gegentreffer auflegte und nicht zuletzt auch deshalb, weil man Macho seine mangelnde Spielpraxis deutlich anmerkte. Das Timing passte beim Wiener, üblicherweise einer der stärksten seiner Zunft in Österreich, einfach überhaupt nicht.

An Macho und Ortlechner alleine lag es natürlich nicht, dass dieses Spiel verloren ging. Jakob Jantscher, der gegen Serbien noch auf allen Linien überzeugte und aus dem Spiel von Sturm Graz kaum mehr wegzudenken ist, erwischte einen rabenschwarzen Abend - wie sein Gegenüber Andreas Hölzl. Erwin Hoffer und Marc Janko konnten mangels brauchbaren Zuspielen aus dem Mittelfeld keine ihrer Stärken ausspielen. Beinahe nicht notwendig zu erwähnen, dass es dem eingewechselten Stefan Maierhofer in der zweiten Hälfte nicht besser erging.

Helge Payer bewahrte Österreich vor einer höheren Niederlage. Der 30-Jährige, der von vielen in der Startformation vermutet wurde, rettete binnen weniger Minuten zwei Mal in höchster Not und war dann so etwas wie ein kleiner Lichtblick im Spiel der Constantini-Elf. Ein schwacher Trost.

PS: Vor einigen Monaten bereitete ein gewisser Roger Spry unsere Elf auf die Spiele vor. Es mag zwar das berühmte Lesen im Kaffeesud sein, aber ob die Mannschaft auch am Mittwoch dem Gegner derart hinterher gehechelt wäre, würde der anerkannte Fitness-Guru nach wie vor der Kampfmannschaft Beine machen?

ÖFB-Elf immer einen Schritt hinten nach

„Auf geht’s Österreich, kämpfen und siegen“ sangen die rot-weiß-roten Fans. Zu einem Zeitpunkt, als gegen Kamerun noch knapp 20 Minuten zu spielen waren und die Gäste bereits 2:0 in Front lagen. Es kann sich nur um Zweckoptimismus oder Galgenhumor gehandelt haben. Denn Österreich zeigte am Mittwochabend in Klagenfurt nichts von dem, was der Mannschaft vor wenigen Wochen zu einem Sieg gegen Rumänien und einer achtbaren Leistung in Serbien verhalf.

Okay, es war nur ein Testspiel. Und in diesem kann man natürlich so einiges ausprobieren, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Teamchef Dietmar Constantini überraschte dennoch mit so mancher Entscheidung, stellte den vereinslosen Jürgen Macho 45 Minuten ins Tor sowie Manuel Ortlechner auf die linke Abwehrseite.

Zur Pause stand es 0:2. Weil Ortlechner den Ball (unglücklich, zugegeben) zum ersten Gegentreffer auflegte und nicht zuletzt auch deshalb, weil man Macho seine mangelnde Spielpraxis deutlich anmerkte. Das Timing passte beim Wiener, üblicherweise einer der stärksten seiner Zunft in Österreich, einfach überhaupt nicht.

An Macho und Ortlechner alleine lag es natürlich nicht, dass dieses Spiel verloren ging. Jakob Jantscher, der gegen Serbien noch auf allen Linien überzeugte und aus dem Spiel von Sturm Graz kaum mehr wegzudenken ist, erwischte einen rabenschwarzen Abend - wie sein Gegenüber Andreas Hölzl. Erwin Hoffer und Marc Janko konnten mangels brauchbaren Zuspielen aus dem Mittelfeld keine ihrer Stärken ausspielen. Beinahe nicht notwendig zu erwähnen, dass es dem eingewechselten Stefan Maierhofer in der zweiten Hälfte nicht besser erging.

Helge Payer bewahrte Österreich vor einer höheren Niederlage. Der 30-Jährige, der von vielen in der Startformation vermutet wurde, rettete binnen weniger Minuten zwei Mal in höchster Not und war dann so etwas wie ein kleiner Lichtblick im Spiel der Constantini-Elf. Ein schwacher Trost.

PS: Vor einigen Monaten bereitete ein gewisser Roger Spry unsere Elf auf die Spiele vor. Es mag zwar das berühmte Lesen im Kaffeesud sein, aber ob die Mannschaft auch am Mittwoch dem Gegner derart hinterher gehechelt wäre, würde der anerkannte Fitness-Guru nach wie vor der Kampfmannschaft Beine machen?

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