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Sonntag, 06. September 2009    von: Christoph Luke

ÖFB-Team: Kein Vergleich zu 2008

Rund elf Monate lagen zwischen den beiden WM-Quali-Spielen gegen die Färöer. War Österreichs Kick vor einem Jahr von der Marke "einschläfernd", ging es Teamchef Dietmar Constantini am Samstag fast zu schnell.


Christoph Luke
Christoph Luke

Vor knapp einem Jahr steuerte Fußball-Österreich wieder einmal auf einen Tiefpunkt zu. Das Nationalteam errangelte auf den Färöer-Inseln ein 1:1. Karel Brückner, der damalige Teamchef, war nach den Lobeshymnen der voran gegangenen Wochen schwer angezählt.

In der Mannschaft selbst ärgerte man sich über die Kritik aus dem Heimatland. Das Spiel hätte doch niemand gesehen, meinten viele Spieler, also könne man wohl kaum Kritik üben. Tatsächlich machte ORF-Mann Thomas König aus dem Live-Spiel aufgrund technischer Schwierigkeiten eine Radioübertragung. Bewegtbilder gab es damals keine.

Umso mehr Bewegung gab es dafür am Samstag in Graz. Sieben Monate, nachdem Andreas Ivanschitz nach der Niederlage gegen Schweden mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine geschickt wurde, spielte die Mannschaft von Dietmar Constantini von der ersten Minute an schneller, als die Polizei (die von einigen Fans mit unsäglichen „All Cops are Bastards“-Rufen begrüßt wurde) erlaubt. Für den Teamchef war es fast zu schnell.

„Nach dem schnellen Tor in der ersten Minute waren wir fast zu sicher und zu locker. Es wären sonst sicher mehr Tore möglich gewesen“, urteilte Constantini.

Für die Treffer zeichnete der so genannte „Vier-Meter-Sturm“ verantwortlich. Stefan Maierhofer scorte schon in der ersten Minute nach idealer Vorlage von Lokalmatador Jakob Jantscher. Marc Janko besorgte die Treffer zwei und drei. Constantini: „Die zwei Großen sind sich nicht im Weg gestanden, sondern haben sich ideal ergänzt.“

Und auch sonst ergänzte sich im Spiel der Österreicher vieles. Prunkstück war das Mittelfeld mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Rapids Yasin Pehlivan sowie die Sturm-Buam Andreas Hölzl, Daniel Beichler und Jakob Jantscher hatten im Spiel nach vorne ihre helle Freude.

Für Constantini ist klar: „Die Jungen brauchen keinen Begleiter mehr. Dragovic, Pehlivan, Beichler oder Jantscher spielen wie 30-Jährige. Manchmal übertreiben wir es noch ein bissl mit dem Kombinieren, aber das kriegen wir auch noch hin.“

Es muss einem also um das Nationalteam nicht angst und bange sein, was die kommenden Jahre angeht. Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 könnte, mit ein wenig Losglück, ein realistisches Ziel sein. Ganz im Gegensatz zu einer Last-Minute-Quali für die anstehende Weltmeisterschaft. Die wischte Constantini im ersten Interview nach dem Färöer-Spiel gleich wieder vom Tisch: „Daran denke ich keine Sekunde.“ Gut so, danke.

ÖFB-Team: Kein Vergleich zu 2008

Rund elf Monate lagen zwischen den beiden WM-Quali-Spielen gegen die Färöer. War Österreichs Kick vor einem Jahr von der Marke "einschläfernd", ging es Teamchef Dietmar Constantini am Samstag fast zu schnell.

Vor knapp einem Jahr steuerte Fußball-Österreich wieder einmal auf einen Tiefpunkt zu. Das Nationalteam errangelte auf den Färöer-Inseln ein 1:1. Karel Brückner, der damalige Teamchef, war nach den Lobeshymnen der voran gegangenen Wochen schwer angezählt.

In der Mannschaft selbst ärgerte man sich über die Kritik aus dem Heimatland. Das Spiel hätte doch niemand gesehen, meinten viele Spieler, also könne man wohl kaum Kritik üben. Tatsächlich machte ORF-Mann Thomas König aus dem Live-Spiel aufgrund technischer Schwierigkeiten eine Radioübertragung. Bewegtbilder gab es damals keine.

Umso mehr Bewegung gab es dafür am Samstag in Graz. Sieben Monate, nachdem Andreas Ivanschitz nach der Niederlage gegen Schweden mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine geschickt wurde, spielte die Mannschaft von Dietmar Constantini von der ersten Minute an schneller, als die Polizei (die von einigen Fans mit unsäglichen „All Cops are Bastards“-Rufen begrüßt wurde) erlaubt. Für den Teamchef war es fast zu schnell.

„Nach dem schnellen Tor in der ersten Minute waren wir fast zu sicher und zu locker. Es wären sonst sicher mehr Tore möglich gewesen“, urteilte Constantini.

Für die Treffer zeichnete der so genannte „Vier-Meter-Sturm“ verantwortlich. Stefan Maierhofer scorte schon in der ersten Minute nach idealer Vorlage von Lokalmatador Jakob Jantscher. Marc Janko besorgte die Treffer zwei und drei. Constantini: „Die zwei Großen sind sich nicht im Weg gestanden, sondern haben sich ideal ergänzt.“

Und auch sonst ergänzte sich im Spiel der Österreicher vieles. Prunkstück war das Mittelfeld mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Rapids Yasin Pehlivan sowie die Sturm-Buam Andreas Hölzl, Daniel Beichler und Jakob Jantscher hatten im Spiel nach vorne ihre helle Freude.

Für Constantini ist klar: „Die Jungen brauchen keinen Begleiter mehr. Dragovic, Pehlivan, Beichler oder Jantscher spielen wie 30-Jährige. Manchmal übertreiben wir es noch ein bissl mit dem Kombinieren, aber das kriegen wir auch noch hin.“

Es muss einem also um das Nationalteam nicht angst und bange sein, was die kommenden Jahre angeht. Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 könnte, mit ein wenig Losglück, ein realistisches Ziel sein. Ganz im Gegensatz zu einer Last-Minute-Quali für die anstehende Weltmeisterschaft. Die wischte Constantini im ersten Interview nach dem Färöer-Spiel gleich wieder vom Tisch: „Daran denke ich keine Sekunde.“ Gut so, danke.

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