Donnerstag, 23. Juli 2009 von: Christoph Luke
ORF: Bitte mehr Otto Konrad!
Die Besetzung der Expertenrolle durch Otto Konrad erwies sich für den ORF als Glücksgriff. Der Ex-Salzburger plauderte beim Auswärts-Rumpelkick von Red Bull munter drauf los und scheute sich nicht davor, Dinge beim Namen zu nennen.

Christoph Luke
Torwartlegende Otto Konrad, Anfang und Mitte der Neunziger Star der Salzburger Austria, Coverheld des Rennbahn Express und Mittelpunkt feuchter Teenie-Träume, vertrat den ORF-Chefanalytiker Herbert Prohaska mehr als würdig.
Klar – natürlich ist Schneckerls Taktiktafel von der WM 2006 längst Kult, sein "Gute Nacht" (ab und an in die falsche Kamera gesprochen) legendär. Doch Konrad, der beim 1:0-Sieg von Red Bull Salzburg über Bohemians Dublin im Wiener ORF-Studio stand, macht Lust auf mehr.
Ruhig und sachlich, aber mit der nötigen Schärfe zum richtigen Zeitpunkt, versuchte er, das Spiel der Mozartstädter zu analysieren – soweit es die knapp bemessene Sendezeit eben zuließ.
Mit Fortdauer der Sendung wurde man den Eindruck nicht los, dass Konrad mit dem Nachfolgeklub der Austria eine Rechnung offen habe. Der Torwarttrainer der ÖFB-U21 stellte nach dem Spiel in Richtung Salzburg fest, "dass man dort Probleme hat, zu sagen, dass es Scheiße war."
Der Grazer eklärte zwar, er wünsche sich, dass Salzburg den Sprung in die Champions League schaffe (gut für Österreich, für die Fünfjahreswertung, eh schon wissen...), scheint aber ein Problem mit der Glamourwelt des Nobelklubs zu haben. Die Salzburger Marketingmaschinerie werde der Öffentlichkeit einreden, "dass das eh alles toll war", kritisierte Konrad staubtrocken.
Dass die Mannschaft von Huub Stevens aber die größte Peinlichkeit seit Famagusta ablieferte - mit dem einzigen, aber wesentlichen Unterschied, dass Salzburg im Gegensatz zu Rapid die Hürde meisterte - werden wohl nicht einmal die hoch gelobten Werbestrategen von Red Bull schön reden können. Fußballfans lassen sich nämlich nicht verarschen.
ORF: Bitte mehr Otto Konrad!
Die Besetzung der Expertenrolle durch Otto Konrad erwies sich für den ORF als Glücksgriff. Der Ex-Salzburger plauderte beim Auswärts-Rumpelkick von Red Bull munter drauf los und scheute sich nicht davor, Dinge beim Namen zu nennen.
Torwartlegende Otto Konrad, Anfang und Mitte der Neunziger Star der Salzburger Austria, Coverheld des Rennbahn Express und Mittelpunkt feuchter Teenie-Träume, vertrat den ORF-Chefanalytiker Herbert Prohaska mehr als würdig.
Klar – natürlich ist Schneckerls Taktiktafel von der WM 2006 längst Kult, sein "Gute Nacht" (ab und an in die falsche Kamera gesprochen) legendär. Doch Konrad, der beim 1:0-Sieg von Red Bull Salzburg über Bohemians Dublin im Wiener ORF-Studio stand, macht Lust auf mehr.
Ruhig und sachlich, aber mit der nötigen Schärfe zum richtigen Zeitpunkt, versuchte er, das Spiel der Mozartstädter zu analysieren – soweit es die knapp bemessene Sendezeit eben zuließ.
Mit Fortdauer der Sendung wurde man den Eindruck nicht los, dass Konrad mit dem Nachfolgeklub der Austria eine Rechnung offen habe. Der Torwarttrainer der ÖFB-U21 stellte nach dem Spiel in Richtung Salzburg fest, "dass man dort Probleme hat, zu sagen, dass es Scheiße war."
Der Grazer eklärte zwar, er wünsche sich, dass Salzburg den Sprung in die Champions League schaffe (gut für Österreich, für die Fünfjahreswertung, eh schon wissen...), scheint aber ein Problem mit der Glamourwelt des Nobelklubs zu haben. Die Salzburger Marketingmaschinerie werde der Öffentlichkeit einreden, "dass das eh alles toll war", kritisierte Konrad staubtrocken.
Dass die Mannschaft von Huub Stevens aber die größte Peinlichkeit seit Famagusta ablieferte - mit dem einzigen, aber wesentlichen Unterschied, dass Salzburg im Gegensatz zu Rapid die Hürde meisterte - werden wohl nicht einmal die hoch gelobten Werbestrategen von Red Bull schön reden können. Fußballfans lassen sich nämlich nicht verarschen.