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Eine ungeschickte Aussage von Schiedsrichter Plautz könnte dem 43-jährigen Referee die internationale Karriere kosten.

Freitag, 11. Juli 2008    von: Michael Schlagenhaufen

Aufregung um Plautz

Ärger um FIFA-Schiedsrichter Konrad Plautz: Der Fußball-Unparteiische, der bei der EURO 2008 zwei Spiele leitete, sorgt bei einem ORF-Tirol-Interview mit einer als rassistisch zu bewertenden Aussage für große Irritationen.


"Schlager und Volkstümliche Musik", gibt Plautz an, als er zu seiner Lieblingsmusik befragt wird. Wäre nicht weiter schlimm, wenn es der Tiroler dabei belassen hätte. Jedoch fügt er hinzu, dass er zudem nicht auf Techno, Hardrock, und so 'Neger'-Musik stehe.

"Nicht nur sportliche Dimension"

Die Vertreter der profilierten antirassistischen Initiative "Fairplay", die im Rahmen der EURO Antirassismus- und Fanarbeiterprojekte leiteten, zeigen sich über die Aussagen von Plautz geschockt, wie die Internet-Plattform sportal.at berichtet: "Das Wort 'Neger' ist verunglimpfend und aufgrund des historisch-kolonialistischen Kontextes abzulehnen. Das betrifft auch Konrad Plautz als Politiker. Das ganze hat nicht nur eine sportliche Dimension", betont Michael Fanizadeh von "Fairplay". Plautz wurde am 1. Juli 2008 als neuer ÖVP-Sportsprecher im Tiroler Landtag angelobt.

Fanizadeh erinnert dabei auch an die Vorbildfunktion, welche im Fußball nicht nur Spieler, sondern ganz besonders auch Schiedsrichter zu erfüllen haben und warnt vor Verharmlosung. Er fordert: "Hier ist ein klares Wort fällig".


Schiri-Boss Gerhard Kapl: "Plautz ist kein Rassist!"

Kapl: „Unbedachte Äußerung“

sportnet.at befragte Österreichs Schiedsrichter-Boss Georg Kapl, der Plautz nur "als seriösen Menschen" kennt: "Man muss unterscheiden zwischen wirklichen Rassisten und einem Menschen wie Konrad Plautz, der diese Worte meines Erachtens unbedacht von sich gegeben hat, und dem die möglichen Folgen nicht bewusst waren.“

„Ich muss Plautz in Schutz nehmen, er ist kein Rassist“, betont Kapl, als er zu den (wohl nur international) möglichen Folgen für den 43-jährigen Schiedsrichter befragt wird.

Plautz klärt auf

Plautz selbst leugnet seine Wortwahl nicht, und meint, er habe damit lediglich diese laute Techno-Musik („Tschi-Bumm“) gemeint. Er sei ein Gegner jeglicher Diskriminierung und er habe sogar einmal einen rassistischen Spieler ermahnt.

Der begeisterte Theaterspieler erklärt, wie es zu dieser Aussage kommen konnte: "Unser letztes Theaterstück war 'Ein Baby wider Willen'. In diesem Stück fällt durch eine ältere Frau diese Aussage ('Neger-Musik', Anm.)." Plautz gibt im Nachhinein zumindest zu, dass diese Aussage unglücklich war.

Für Fairplay zeigt der Vorfall jedenfalls eines: "Solche Aussagen sind ein Arbeitsauftrag für die Zukunft."

Aufregung um Plautz

Ärger um FIFA-Schiedsrichter Konrad Plautz: Der Fußball-Unparteiische, der bei der EURO 2008 zwei Spiele leitete, sorgt bei einem ORF-Tirol-Interview mit einer als rassistisch zu bewertenden Aussage für große Irritationen.

"Schlager und Volkstümliche Musik", gibt Plautz an, als er zu seiner Lieblingsmusik befragt wird. Wäre nicht weiter schlimm, wenn es der Tiroler dabei belassen hätte. Jedoch fügt er hinzu, dass er zudem nicht auf Techno, Hardrock, und so 'Neger'-Musik stehe.

"Nicht nur sportliche Dimension"

Die Vertreter der profilierten antirassistischen Initiative "Fairplay", die im Rahmen der EURO Antirassismus- und Fanarbeiterprojekte leiteten, zeigen sich über die Aussagen von Plautz geschockt, wie die Internet-Plattform sportal.at berichtet: "Das Wort 'Neger' ist verunglimpfend und aufgrund des historisch-kolonialistischen Kontextes abzulehnen. Das betrifft auch Konrad Plautz als Politiker. Das ganze hat nicht nur eine sportliche Dimension", betont Michael Fanizadeh von "Fairplay". Plautz wurde am 1. Juli 2008 als neuer ÖVP-Sportsprecher im Tiroler Landtag angelobt.

Fanizadeh erinnert dabei auch an die Vorbildfunktion, welche im Fußball nicht nur Spieler, sondern ganz besonders auch Schiedsrichter zu erfüllen haben und warnt vor Verharmlosung. Er fordert: "Hier ist ein klares Wort fällig".


Schiri-Boss Gerhard Kapl: "Plautz ist kein Rassist!"

Kapl: „Unbedachte Äußerung“

sportnet.at befragte Österreichs Schiedsrichter-Boss Georg Kapl, der Plautz nur "als seriösen Menschen" kennt: "Man muss unterscheiden zwischen wirklichen Rassisten und einem Menschen wie Konrad Plautz, der diese Worte meines Erachtens unbedacht von sich gegeben hat, und dem die möglichen Folgen nicht bewusst waren.“

„Ich muss Plautz in Schutz nehmen, er ist kein Rassist“, betont Kapl, als er zu den (wohl nur international) möglichen Folgen für den 43-jährigen Schiedsrichter befragt wird.

Plautz klärt auf

Plautz selbst leugnet seine Wortwahl nicht, und meint, er habe damit lediglich diese laute Techno-Musik („Tschi-Bumm“) gemeint. Er sei ein Gegner jeglicher Diskriminierung und er habe sogar einmal einen rassistischen Spieler ermahnt.

Der begeisterte Theaterspieler erklärt, wie es zu dieser Aussage kommen konnte: "Unser letztes Theaterstück war 'Ein Baby wider Willen'. In diesem Stück fällt durch eine ältere Frau diese Aussage ('Neger-Musik', Anm.)." Plautz gibt im Nachhinein zumindest zu, dass diese Aussage unglücklich war.

Für Fairplay zeigt der Vorfall jedenfalls eines: "Solche Aussagen sind ein Arbeitsauftrag für die Zukunft."


 

 

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