Sonntag, 16. August 2009 von: Christoph Luke
Manchester konservativ, Arsenal begeisternd, Liverpool erschreckend
Die erste Runde der Premier League ist Geschichte. Ehe es schon am Dienstag wieder weitergeht, wagen wir einen kurzen Blick zurück auf den ersten Spieltag.

Christoph Luke
Ins Auge stechen natürlich zwei Ergebnisse. Wigans 2:0-Auswärtssieg bei Aston Villa, dem Europa-League-Gegner von Rapid. Und das eher deutliche 6:1 von Arsenal beim selbst ernannten Titel(mit)favoriten aus Liverpool, dem FC Everton.
Für Wigan-Legionär Paul Scharner war das Erfolgsrezept gegen die Villans denkbar einfach: die Viererkette der Mannschaft aus Birmingham beschäftigen („anbohren“, wie er es nennt) und auf die eigene Defensive achten.
Ersteres traut er auch einem Stefan Maierhofer zu. Wie Rapid letzteres bewerkstelligt, wird sich am Donnerstag zeigen.
Arsenal stark, Manchester United unspektakulär
Im Goodison Park zu Everton eröffnete Denilson mit einem sehenswerten Weitschuss zum 1:0 den Trefferreigen. Erst beim Stande von 0:6 durften die Hausherren auch einmal. Louis Saha erzielte in der 90. Minute den Ehrentreffer. Cesc Fabregas erinnerte anstelle eines Torjubels an Daniel Jarque. Der Kapitän von Espanyol Barcelona verstarb vor wenigen Tagen an Herzversagen.
Unspektakulär startete der Meister in die Saison. Wayne Rooney erzielte beim 1:0 gegen Birmingham den entscheidenden Treffer für Manchester United, das trotz mangelnder Chancenauswertung zeigte, dass es auch ein Leben nach Cristiano Ronaldo gibt. Man spielt in Old Trafford zwar nun ein konservatives 4-4-2, sollte aber auf Dauer auch damit Erfolg haben.
Liverpool muss 100 Prozent mehr geben
Die Enttäuschung des ersten Spieltags: der FC Liverpool. Wer Spieler der Reds in diversen Fantasy-Football-Managern aufgestellt hat, wird sich ärgern. An der White Hart Lane verlieren die Sportskameraden des frustrierten Trainers Rafael Benitez 1:2 gegen Tottenham, die nun schon mehr Punkte auf dem Konto haben als letzte Saison nach acht Spieltagen – damals waren es zwei Zähler. Liverpool, das in der vergangenen Spielzeit nur zwei Mal geschlagen vom Platz ging (unter anderem bei Tottenham) kassiert nun gleich in der ersten Runde eine Niederlage.
Kurios: bis auf (den sehr guten) Neuzugang Glen Johnson stand die Mannschaft der Reds praktisch unverändert zum letzten Jahr auf dem Platz, agierte aber, als wäre sie komplett neu zusammen gewürfelt. Da passte von vorne bis hinten gar nichts. Der Frust war Fernando Torres & Co anzumerken. Im Mai könnte Liverpool 20 Jahre nach der letzten Meisterschaft den ersten Titel holen. Nach den ersten 93 Minuten ist eine 100-prozentige Leistungssteigerung notwendig.
Manchester konservativ, Arsenal begeisternd, Liverpool erschreckend
Die erste Runde der Premier League ist Geschichte. Ehe es schon am Dienstag wieder weitergeht, wagen wir einen kurzen Blick zurück auf den ersten Spieltag.
Ins Auge stechen natürlich zwei Ergebnisse. Wigans 2:0-Auswärtssieg bei Aston Villa, dem Europa-League-Gegner von Rapid. Und das eher deutliche 6:1 von Arsenal beim selbst ernannten Titel(mit)favoriten aus Liverpool, dem FC Everton.
Für Wigan-Legionär Paul Scharner war das Erfolgsrezept gegen die Villans denkbar einfach: die Viererkette der Mannschaft aus Birmingham beschäftigen („anbohren“, wie er es nennt) und auf die eigene Defensive achten.
Ersteres traut er auch einem Stefan Maierhofer zu. Wie Rapid letzteres bewerkstelligt, wird sich am Donnerstag zeigen.
Arsenal stark, Manchester United unspektakulär
Im Goodison Park zu Everton eröffnete Denilson mit einem sehenswerten Weitschuss zum 1:0 den Trefferreigen. Erst beim Stande von 0:6 durften die Hausherren auch einmal. Louis Saha erzielte in der 90. Minute den Ehrentreffer. Cesc Fabregas erinnerte anstelle eines Torjubels an Daniel Jarque. Der Kapitän von Espanyol Barcelona verstarb vor wenigen Tagen an Herzversagen.
Unspektakulär startete der Meister in die Saison. Wayne Rooney erzielte beim 1:0 gegen Birmingham den entscheidenden Treffer für Manchester United, das trotz mangelnder Chancenauswertung zeigte, dass es auch ein Leben nach Cristiano Ronaldo gibt. Man spielt in Old Trafford zwar nun ein konservatives 4-4-2, sollte aber auf Dauer auch damit Erfolg haben.
Liverpool muss 100 Prozent mehr geben
Die Enttäuschung des ersten Spieltags: der FC Liverpool. Wer Spieler der Reds in diversen Fantasy-Football-Managern aufgestellt hat, wird sich ärgern. An der White Hart Lane verlieren die Sportskameraden des frustrierten Trainers Rafael Benitez 1:2 gegen Tottenham, die nun schon mehr Punkte auf dem Konto haben als letzte Saison nach acht Spieltagen – damals waren es zwei Zähler. Liverpool, das in der vergangenen Spielzeit nur zwei Mal geschlagen vom Platz ging (unter anderem bei Tottenham) kassiert nun gleich in der ersten Runde eine Niederlage.
Kurios: bis auf (den sehr guten) Neuzugang Glen Johnson stand die Mannschaft der Reds praktisch unverändert zum letzten Jahr auf dem Platz, agierte aber, als wäre sie komplett neu zusammen gewürfelt. Da passte von vorne bis hinten gar nichts. Der Frust war Fernando Torres & Co anzumerken. Im Mai könnte Liverpool 20 Jahre nach der letzten Meisterschaft den ersten Titel holen. Nach den ersten 93 Minuten ist eine 100-prozentige Leistungssteigerung notwendig.