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Gregor Schlierenzauer in Jubelpose. Sehen wir dieses Bild auch bei Olympia?

Montag, 08. Februar 2010    von: Georg Deflorian

"Schlieri": Hickhack vor Olympia beginnt

Ein Zitat von Gregor Schlierenzauer in einem Artikel des deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sorgt für Aufregung im Skispringer-Lager.


Die Olympiareportage "Das Leben der Papiermänner" wirft einen Blick hinter die Kulissen der "Superadler" und beleuchtet die negativen Seiten, die der Rausch des Erfolges in einer der sensibelsten Sportarten mitsichbringt. Der Artikel geht der Frage nach, was mit Skispringern passiert, die ganz oben auf der Treppe des Erfolges stehen und am Ende, wenn der Erfolg ausbleibt, im wahrsten Sinnes des Wortes "abstürzen".

Aufgezogen an den beiden Aushängeschildern des Deutschen Skisprung-Wunders von 1998 bis 2003, als zunächst Martin Schmitt und etwas später Sven Hannawald alles in Grund und Boden sprangen und zu den ersten Popstars im Springerzirkus mutierten, ist der Artikel vor allem dem Thema "Hungern" gewidmet, das auch in der aktuellen Olympia-Saison allgegenwärtig ist.

Skispringer als Grenzgänger

Bilder in der Sportwoche des norwegischen Fliegers Anders Jacobsen zeigen, dass die Athleten nicht nur beim Fliegen, bei der Technik, beim Material sondern auch beim Essen immer als Grenzgänger agieren müssen.

Als bei Martin Schmitt Mitte Jänner ein schleichendes Erschöpfungssyndrom diagnostiziert wurde, war die Sportszene in Aufruhr. Jahrelanges Diäthalten, um den Anschluss an die Weltspitze zu halten, hatten an Schmitts Körper und Psyche gezehrt: "Er hat den Energie-Haushalt eines 80-Jährigen", analysierte Dieter Thoma in der Bild am Sonntag.

ÖSV reagiert sauer

Gregor Schlierenzauer, derzeit Überflieger und Popstar Nummer eins im Springer-Zirkus, wird im Spiegel-Artikel mit den Worten zitiert: "Ich verstehe Martin Schmitts Problem nicht. Seit ich denken kann, verhalte ich mich wie ein Profi.“ Das stößt den ÖSV-Verantwortlichen sauer auf.

In einer Presseaussendung stellt der heimische Skiverband klar: "Die getätigten Aussagen wurden in stark gekürzter und aus dem Zusammenhang gerissener Form wiedergegeben. Sowohl Gregor Schlierenzauer als auch Toni Innauer wurde die Freigabe der Zitate zugesagt und nicht gehalten. Gregor Schlierenzauer wurde zwar über die „herausgepickten“ Zitate in Kenntnis gesetzt, seinen Einwänden wurde aber nicht Folge geleistet. Gregor ist es in diesem Zusammenhang wichtig, seinen großen Respekt gegenüber Martin Schmitt Ausdruck zu verleihen und sich von der Darstellung der Redakteurin zu distanzieren."

"Schlieri": Hickhack vor Olympia beginnt

Ein Zitat von Gregor Schlierenzauer in einem Artikel des deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sorgt für Aufregung im Skispringer-Lager.

Die Olympiareportage "Das Leben der Papiermänner" wirft einen Blick hinter die Kulissen der "Superadler" und beleuchtet die negativen Seiten, die der Rausch des Erfolges in einer der sensibelsten Sportarten mitsichbringt. Der Artikel geht der Frage nach, was mit Skispringern passiert, die ganz oben auf der Treppe des Erfolges stehen und am Ende, wenn der Erfolg ausbleibt, im wahrsten Sinnes des Wortes "abstürzen".

Aufgezogen an den beiden Aushängeschildern des Deutschen Skisprung-Wunders von 1998 bis 2003, als zunächst Martin Schmitt und etwas später Sven Hannawald alles in Grund und Boden sprangen und zu den ersten Popstars im Springerzirkus mutierten, ist der Artikel vor allem dem Thema "Hungern" gewidmet, das auch in der aktuellen Olympia-Saison allgegenwärtig ist.

Skispringer als Grenzgänger

Bilder in der Sportwoche des norwegischen Fliegers Anders Jacobsen zeigen, dass die Athleten nicht nur beim Fliegen, bei der Technik, beim Material sondern auch beim Essen immer als Grenzgänger agieren müssen.

Als bei Martin Schmitt Mitte Jänner ein schleichendes Erschöpfungssyndrom diagnostiziert wurde, war die Sportszene in Aufruhr. Jahrelanges Diäthalten, um den Anschluss an die Weltspitze zu halten, hatten an Schmitts Körper und Psyche gezehrt: "Er hat den Energie-Haushalt eines 80-Jährigen", analysierte Dieter Thoma in der Bild am Sonntag.

ÖSV reagiert sauer

Gregor Schlierenzauer, derzeit Überflieger und Popstar Nummer eins im Springer-Zirkus, wird im Spiegel-Artikel mit den Worten zitiert: "Ich verstehe Martin Schmitts Problem nicht. Seit ich denken kann, verhalte ich mich wie ein Profi.“ Das stößt den ÖSV-Verantwortlichen sauer auf.

In einer Presseaussendung stellt der heimische Skiverband klar: "Die getätigten Aussagen wurden in stark gekürzter und aus dem Zusammenhang gerissener Form wiedergegeben. Sowohl Gregor Schlierenzauer als auch Toni Innauer wurde die Freigabe der Zitate zugesagt und nicht gehalten. Gregor Schlierenzauer wurde zwar über die „herausgepickten“ Zitate in Kenntnis gesetzt, seinen Einwänden wurde aber nicht Folge geleistet. Gregor ist es in diesem Zusammenhang wichtig, seinen großen Respekt gegenüber Martin Schmitt Ausdruck zu verleihen und sich von der Darstellung der Redakteurin zu distanzieren."

© GEPA pictures
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